Wirtschaft

Nach Vögele-Pleite muss bald Lösung für Österreich her

Nach der Pleite der Schweizer Mutter sucht der Österreich-Chef von OVS bzw. Charles Vögele, Thomas Krenn, einen neuen Eigentümer für die Filialen in Österreich, Ungarn und Slowenien. Dieser muss nun bis Ende Juli gefunden werden, ansonsten drohe auch den rund 700 Mitarbeitern in Österreich der Jobverlust, wie "Die Presse" am Mittwoch berichtete.

Anfang Juni hatte die Schweizer Mutter die Pleite angekündigt, alle 140 Schweizer Filialen wurden geschlossen und die 1.200 Mitarbeiter ohne Sozialplan entlassen. Auch in Österreich bangen jetzt rund 700 Mitarbeiter um ihre Jobs. Dazu kommen 26 ungarische und elf slowenische Geschäfte mit knapp 300 Beschäftigten.

Ende Juli muss die Entscheidung stehen, ob sich ein neuer Eigentümer für die marode Modekette findet. Und vor allem, ob dieser die bisher gestundeten Gehälter und Urlaubsgelder der Österreich-Mitarbeiter zahlen kann.

Im Herbst 2016 hatte die italienische Investmentgruppe Sempione Fashion um OVS die Charles-Vögele-Gruppe übernommen. Schweizer Vögele-Läden wurden in OVS umbenannt und komplett umgebaut.

Dies sollte dann auch in Österreich passieren, seit Jahresbeginn wurden deshalb 30 Charles-Vögele-Geschäfte geschlossen. Trotzdem laufe das OVS-Konzept in Österreich deutlich besser als in der Schweiz, wie Krenn der Zeitung erklärte. In der Schweiz schickte der italienische Konzern die Tochter indes in die geordnete Abwicklung, es folgten Massenentlassungen.

Um dieses Szenario hierzulande abzuwenden, bleiben dem Österreich-Chef nun zehn Tage Zeit, einen Käufer zu finden. Trotzdem sei es nicht aussichtslos, wie Krenn zur "Presse" sagte. Es gebe bereits mehrere konkrete Kaufinteressenten.

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