Wirtschaft

OeNB erwartet heuer niedrigere Inflation

Wegen deutlich gesunkener Rohstoffpreise rechnet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) für heuer mit einer etwas tieferen Inflationsrate (am harmonisierten Verbraucherpreisindex gemessen/HVPI) als noch Ende 2018. Die Zentralbank senkte ihre Prognose im Vergleich zur Schätzung vom Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent, teilte die OeNB am Freitag mit.

Niedrige Rohstoffpreise drücken Inflation SN/APA (dpa)/Daniel Reinhardt
Niedrige Rohstoffpreise drücken Inflation

Grund für die Revision der Schätzung für 2019 seien vor allem die Rohölpreise, die seit Herbst des vergangenen Jahres stark gesunken sind und auch in den kommenden Jahren weiter niedrig bleiben dürften, heißt es in der Aussendung der Notenbank.

Die niedrigeren Rohölpreise hätten auch stark dazu beigetragen, dass die heimische HVPI-Inflationsrate im Februar im Vergleich zum November 2018 um deutliche 0,9 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent gedrückt wurde. Preiserhöhungen bei der Elektrizität aufgrund des seit Oktober eingeschränkten Stromhandels zwischen Deutschland und Österreich wirkten diesem Effekt jedoch teilweise entgegen, so die OeNB.

Für die beiden kommenden Jahre erwartet die Nationalbank weitgehend stabile Inflationsraten knapp unter der Marke von 2,0 Prozent. So prognostiziert die OeNB für 2020 eine HVPI-Teuerungsrate von 1,9 Prozent und für 2021 eine Rate von 1,8 Prozent.

Quelle: APA

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