Wirtschaft

OeNB-Nowotny: Gute Wirtschaftslage für Reformen nutzen

Der gestiegene Zukunftsoptimismus der Österreicher, den dieser Tage eine IMAS-Umfrage zeigte, ist aus Sicht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) berechtigt. "Das Stimmungsbild für die Wirtschaft hat sich in diesem Jahr kontinuierlich verbessert. Das gibt Anlass für 2018 und die Folgejahre optimistisch zu sein", so Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag in einer Aussendung.

Nowotny sieht Grund für Optimismus SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER
Nowotny sieht Grund für Optimismus

Die guten Zeiten sollten für notwendige Reformen genützt werden, fordert die Nationalbank. Auch die Bürger sollten die Vorteile des Aufschwunges nutzen - sich aber ökonomisch risikobewusst, etwa auch gegenüber Spekulationsobjekten wie Bitcoin, verhalten.

Gemäß der jüngsten Prognosen der OeNB wuchs Österreichs Wirtschaft im abgelaufenen Jahr um real 3,1 Prozent und damit so stark wie zuletzt vor zehn Jahren. Diese Dynamik werde sich 2018 fortsetzen. Die Exporte sollen abermals kräftig wachsen und auch die Investitionen in neue Anlagen dürften erneut steigen. Zugleich erhalte die Wirtschaft weiterhin Impulse aus dem privaten Konsum, der von steigenden Realeinkommen getragen werde.

Gouverneur Nowotny betonte, dass die Europäische Zentralbank die Halbierung der Anleihenkäufe ab Jänner 2018 vorsieht und somit der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik beginnen werde. "Der Aufschwung zeigt, dass unsere Geldpolitik richtig und effektiv war. Dennoch war es an der Zeit, eine Normalisierung in Aussicht zu stellen", sagte er.

Heuer seien befürchtete stärkere protektionistische Maßnahmen der USA sind ausgeblieben, sodass sich der Welthandel besser als erwartet entwickelt habe, so die OeNB. Außerdem wuchsen die für Österreich besonders wichtigen Absatzmärkte - der Euroraum und CESEE (Central Eastern and Southeastern Europe) - 2017 wieder kräftig. Für die Austro-Wirtschaft sei auch der Brexit vorerst nicht spürbar. Die gute Wirtschaftslage wird in den nächsten Jahren zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führen. Die Inflationsrate sollte nach 2,2 Prozent heuer wieder etwas sinken.

Quelle: APA

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