Österreich

Österreich bei "Women in Work-Index" auf Rang 22

Die OECD-Länder machen Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen an der Wirtschaft - Österreich rutscht aber im internationalen Vergleich langsam ab. Im "Women in Work-Index" der Beraterfirma PwC lag Österreich 2015 unverändert auf Rang 22, ist aber im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern zurückgerutscht, weil weniger Fortschritte erzielt wurden. Österreich lag 2015 knapp unter dem Schnitt.

Im Jahr 2000 hatte Österreich noch Rang 13. Österreich gehört damit zu den Ländern mit dem stärksten Rückgang - nur Portugal und die USA sind zwischen 2000 und 2015 um mehr Positionen zurückgefallen. Die USA liegt aber mit Rang 20 immer noch genau im OECD-Schnitt. Wenn Österreich so weitermacht wie bisher, wird es 50 Jahre brauchen, bis der Geschlechterunterschied bei den Einkommen geschlossen wird, schätzt PwC. Wenig tröstlich ist, dass es in Korea, Spanien und Deutschland bei jetzigem Tempo noch 300 Jahre dauern würde, bis der Abstand geschlossen ist.

In Österreich gehen zwar relativ viele Frauen einer bezahlten Arbeit nach (71 Prozent). Ein überdurchschnittlich großer Teil davon sei aber teilzeitbeschäftigt, vermerkt PwC.

An der Spitze des Index sind hinter Island, Schweden und Norwegen dann Neuseeland und Slowenien. Den größten Sprung nach vorne hat Polen gemacht, mit einer Verbesserung von Rang zwölf auf neun, vor allem weil die Arbeitslosigkeit unter Frauen gesunken ist.

PwC misst fünf Indikatoren, um die "weibliche Wirtschaftskraft" zu messen: Die Einkommensgleichheit, die Fähigkeit der Frauen, Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben, die Vollzeitbeschäftigungsrate, die Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsplatzsicherheit.

Quelle: APA

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