Wirtschaft

Österreich stagniert in weltweitem Innovationsindex

Österreich liegt im neuesten Globalen Innovationsindex (GII) der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) auf Platz 21. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Stagnation. Im reinen Europavergleich verlor Österreich einen Platz an Island und ist nur mehr 13. Erster ist die Schweiz geblieben, Schweden verbesserte sich von Platz 3 auf 2, die USA machten einen Sprung auf "Bronze".

Neben den USA ist nur Singapur (Platz 8) als nicht-europäisches Land in den Top-10 gelistet. In den Top-20 sind zwölf europäische Staaten. Die Schweiz belegt bereits zum neunten Mal den Spitzenplatz im GII. "Ihre solide, starke Leistung führt zu hervorragenden Innovationsergebnissen, einschließlich Patentanmeldungen, Eingängen von geistigem Eigentum und Hightech-Produkten in der Fertigung", berichtete die Organisation am Donnerstag.

Schweden erziele dank seiner hoch entwickelten Infrastruktur, seines innovativen Unternehmenssektors und den Ergebnissen in Wissen und Technologie weltweit Platz 2 im GII 2019. Das Land verbessere seine Innovationsergebnisse erheblich und behaupte eine Spitzenposition bei Patentanmeldungen, die über den Vertrag über die Internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT) der WIPO eingereicht wurden, im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.

"Der GII zeigt uns, dass Länder, die Innovationen in ihrer Politik Priorität einräumen, in ihrem Ranking deutlich aufgestiegen sind", so Francis Gurry, Generaldirektor der WIPO. "Der Aufstieg von Wirtschaftsmächten wie China und Indien im GII hat die Geographie der Innovationen verändert, was bewusste politische Maßnahmen zur Innovationsförderung widerspiegelt." Der GII identifiziert Indien, Südafrika, Chile und Singapur als regionale Führer. China, Vietnam und Ruanda führen jeweils ihre Einkommensgruppen an.

Im wirtschaftlichen Kontext sieht der Index trotz Anzeichen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums blühende Innovationen, vor allem in Asien. Es zeichne sich aber zunehmender Druck durch Störungen des Handels und Protektionismus ab. Grundsätzlich sei eine solide staatliche Planung von Innovationen entscheidend für Erfolg.

Quelle: APA

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