Österreich

Österreicher sparen laut Erste-Bank-Studie 216 Euro im Monat

Trotz Niedrigzinsen sparen die Österreicher auch heuer wieder mehr und legen pro Monat durchschnittlich 216 Euro beiseite. Dies geht aus der am Mittwoch präsentierten "Sparstudie 2016" der Erste Bank hervor. Beliebteste Sparform ist demnach weiterhin das Sparbuch, gefolgt vom Bausparer. Sicherheit ist den Österreichern bei der Geldanlage wichtig.

Österreicher sparen laut Erste-Bank-Studie 216 Euro im Monat SN/APA/BARBARA GINDL
Das Sparbuch steht weiterhin hoch im Kurs.

Der monatliche Sparbetrag ist innerhalb von zehn Jahren kontinuierlich gestiegen: 2006 waren es 132 Euro, 2011 lag der Betrag bei 168 Euro und heuer werden bereits 216 Euro genannt. 4 Prozent der Befragten gaben an, gar nicht zu sparen. Per Ende Juli hätten private Haushalte laut Nationalbank Einlagen in Höhe von rund 230 Mrd. Euro gebunkert, um 3,2 Prozent mehr als im Juli 2015, so die Erste Bank am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Die Bedeutung des Sparens wird als niedriger eingeschätzt als vor zehn Jahren: Für 69 Prozent ist der Befragten ist 2016 Sparen "sehr" oder "ziemlich wichtig". Im Jahr 2006 waren es 72 Prozent. Nach einem Höchststand von 79 Prozent im Jahr 2009 erreichte der Wert im Vorjahr mit 68 Prozent den niedrigsten Wert innerhalb des Zeitraums 2006 bis 2016.

Bei der Art der Geldanlage habe sich gegenüber dem Vorjahr kaum etwas verändert. Beliebteste Sparform sind auch heuer mit 77 Prozent das Sparbuch/Sparkarte (+ 6 Prozentpunkte im Vergleich zu 2006). Bausparverträge haben der Studie zufolge 62 Prozent (+8). Dahinter folgen Lebensversicherungen mit 37 Prozent, Wertpapiere mit 27 Prozent, die staatlich geförderte Pensionsvorsorge mit 18 Prozent und Immobilien mit 17 Prozent.

77 Prozent der Österreicher halten sich selbst für eher sicherheitsbetonte Sparer. 14 Prozent bezeichnen sich als "gemischte Anleger" und 5 Prozent als risikobereite Anleger. 42 Prozent der Befragten gaben an, sie würden eine Geldanlage in Wertpapieren eher in Erwägung ziehen, wenn sie mehr Wissen und Erfahrung damit hätten. Als Informationsquelle Nummer eins wird der Bankberater (76 Prozent) genannt, gefolgt von Familie und Freunden (28 Prozent) sowie dem Internet allgemein (18 Prozent).

Für die Studie wurden vom Imas-Institut Anfang Juli 900 Interviews in ganz Österreich (Bevölkerung ab 15 Jahren) durchgeführt, pro Bundesland waren es 100.

Quelle: APA

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