Österreich

Österreicher verbrauchten doppelt so viel Daten wie 2015

Die Österreicher haben heuer im zweiten Quartal 127.730 Terabyte Datenvolumen verbraucht - eine imposante Steigerung.

Das Smartphone wird immer und überall genutzt, nicht nur zum Spielen.  SN/APA (dpa)/Silas Stein
Das Smartphone wird immer und überall genutzt, nicht nur zum Spielen.

Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es erst 64.830 Terabyte, geht aus dem aktuellen "RTR Telekom Monitor" hervor.

Wie groß die aktuelle Datenmenge von 127.730 Terabyte ist, lässt sich analog zumindest annähernd vergleichen: Sie entspricht 63,655 Milliarden mit Text beschriebene Papierblätter der Größe A4.

Würde man die aktuelle Nummer eins (Belletristik) des österreichischen Buchhandels als weiteren Vergleichswert nehmen, käme man ebenfalls auf eine erstaunliche Zahl: "Alles Käse!/Gregs Tagebuch, Bd. 11" umfasst 224 Seiten.

Der aktuelle österreichische Terabyte-Bedarf entspricht mehr als 300 Millionen Bänden dieses Kinder- und Jugendbuchs (das nicht auf A4 erscheint). Autor und Verlag würden sich über diese gigantische Verkaufszahl wohl freuen.

"Es sind zusehends mehr Smartphones im Umlauf, Internet ist immer und fast überall verfügbar", so der Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, Johannes Gungl.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 stieg das verbrauchte Datenvolumen um 15,6 Prozent. Im ersten Quartal lag der Verbrauch bei 110.520 Terabyte.

Die Anzahl der festen und mobilen Breitbandanschlüsse erreichte heuer im zweiten Quartal mit 9,2 Millionen einen neuen Höchststand. 73 Prozent davon waren mobil und nur noch 27 Prozent liefen über das Festnetz.

Smartphone-Tarife, die Telefonieren, SMS und Internet inkludierten, gebe es mittlerweile 4,28 Millionen. Diese stellten die Spitzenreiter der Breitband-Produkte dar. Österreich werde immer mobiler, schlussfolgert der Manager der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR).

"Der stark zunehmende Datenkonsum erfordert eine leistungsfähige Infrastruktur, in die kontinuierlich investiert werden muss", so Gungl und fügt hinzu, dass die Schaffung der Rahmenbedingungen dafür ein wesentliches Ziel der RTR sei.

Quelle: APA

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