Wirtschaft

Österreichs Mineralölsteuer im EU-Vergleich relativ niedrig

Österreichs Autofahrer kommen bei der Mineralölsteuer im Vergleich zu anderen EU-Staaten relativ günstig davon.

An der Zapfsäule wird vergleichsweise wenig an Steuern abgelegt SN/APA/HANS KLAUS TECHT
An der Zapfsäule wird vergleichsweise wenig an Steuern abgelegt

Und das obwohl sie beispielsweise heuer im Februar pro Liter Benzin 49 Cent bzw. pro Liter Diesel 41 Cent Energiesteuer an den Fiskus ablieferten - bei einem Verkaufspreis von 1,18 Euro bzw. 1,13 Euro, wie der deutsche Wohnmobilvermieter Campanda auf Basis von Eurostat-Daten betont.

Hinzu kommt freilich noch die Mehrwertsteuer - die sich hierzulande im Erhebungszeitraum je Liter Benzin auf 20 Cent und je Liter Diesel auf 19 Cent belief. Sowohl bei Benzin als auch bei Diesel rangiert Österreich innerhalb Europas im günstigsten Drittel - bei Ersterem auf Platz 9 von 28, bei Letzterem auf Platz 8.

Mit einem benzinbetriebenen Fahrzeug europaweit am teuersten unterwegs war man im Februar entlang der Zapfsäulen in den Niederlanden - vom Verkaufspreis in Höhe von 1,55 Euro pro Liter flossen dort im Schnitt 79 Cent an Mineralölsteuer in die Staatskasse. Auch sehr viel hinblättern musste man in Italien (mit 73 Cent MÖSt vom Gesamtpreis von ebenfalls 1,55 Euro je Liter) sowie in Griechenland (71 Cent von 1,55 Euro). In zwei Drittel der Länder überwog die Energiesteuer auf Benzin den Nettoverkaufspreis - in Österreich war die MÖSt mit rund 49 Cent gleich hoch wie der Literpreis ohne Steuern.

In Großbritannien war der Betrieb von Dieselfahrzeugen im Erhebungszeitraum am kostspieligsten: vom Verkaufspreis von 1,40 Euro pro Liter waren 66 Cent an Mineralölsteuer zu zahlen. Gleich dahinter folgte Italien mit dem EU-weit höchsten Verkaufspreis von 1,42 Euro je Liter und der zweithöchsten MÖSt von 62 Cent. Das drittteuerste Dieselland war Frankreich - mit einer Energiesteuer von 61 Cent je Liter, bei einem Bruttoverkaufspreis von 1,36 Euro. In diesen Ländern überwog sogar allein die Mineralölsteuer den Nettoverkaufspreis.

In Bulgarien kam man beim Tanken am günstigsten davon. Auch die Mineralölsteuer war dort im Februar mit 36 Cent je Liter Benzin, der um 1,05 Euro verkauft wurde, am niedrigsten. Ebenfalls billig war das Benzin in Ungarn - mit einer Mineralölsteuer von 39 Cent bezogen auf einen Literpreis von 1,13 Euro - und in Polen (40 Cent von 1,11 Euro pro Liter).

Auch Diesel war mit einer Energiesteuer von 33 Cent pro Liter (1,04 Euro) in Bulgarien am erschwinglichsten. Günstig fuhr man weiters in Luxemburg mit 34 Cent auf 1,02 Euro je Liter und in Litauen mit 35 Cent auf 1,08 Euro Verkaufspreis pro Liter.

Quelle: APA

Aufgerufen am 20.11.2018 um 08:03 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/oesterreichs-mineraloelsteuer-im-eu-vergleich-relativ-niedrig-26488717

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