Wirtschaft

Österreichs Wirtschaft wächst weiter stark

Österreichs Wirtschaft ist auch im vierten Quartal 2017 kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im Vergleich zum Vorquartal real um 0,8 Prozent zu, teilte das Wifo am Mittwoch mit .Die steigenden Exporte von Industriegütern, der Konsum und die Investitionen der Unternehmen sind dafür die Hauptgründe.

Wachstum 2017 betrug 2,9 Prozent. SN/APA (Symbolbild)/BARBARA GINDL
Wachstum 2017 betrug 2,9 Prozent.

Im Jahresabstand erhöhte sich das BIP im vierten Quartal real um 2,8 Prozent, nach +3,1 Prozent im dritten Quartal, geht aus der Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hervor.

Gemäß Eurostat-Kriterien legte das BIP im Quartalsabstand saison- und arbeitstagsbereinigt um 0,7 Prozent zu, nach +0,8 Prozent davor - leicht über dem Euroraum und der EU (+0,6 Prozent), heimische Forscher präferieren jedoch die weniger schwankungsanfällige Trend-Konjunktur-Komponente.

Mit real 2,9 Prozent BIP verfehlte das BIP in Gesamtjahr 2017 nach vorläufiger Berechnung die letzte Prognose der Institute von Dezember geringfügig. Das Wifo ging damals von 3,0 Prozent Plus aus, das Institut für Höhere Studien (IHS) sogar von 3,1 Prozent. Im Jahr 2016 hatte die Wirtschaftsleistung in Österreich lediglich um 1,5 Prozent zugelegt.

"Auch zu Jahresende wuchs die österreichische Wirtschaft auf breiter Basis", so die Wifo-Experten zum abgelaufenen Jahr.

Die konjunkturelle Dynamik des privaten Konsums blieb demnach stark, die privaten Konsumausgaben - samt privaten Organisationen ohne Erwerbszweck - stiegen um 0,4 Prozent. Die öffentlichen Konsumausgaben wuchsen mit 0,6 Prozent im vierten Quartal etwas stärker.

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Die Investitionstätigkeit blieb laut Wifo weiterhin kräftig, heimische Unternehmen steigerten ihre Nachfrage nach Ausrüstungs- und Bauinvestitionen. Die Lagerinvestitionen trugen ähnlich vergangener Hochkonjunkturphasen abermals auch deutlich zum BIP-Wachstum bei.

Die Exportdynamik beschleunigte sich zuletzt (+1,8 Prozent in Q4, nach +1,3 Prozent in Q3) - nach einer leichten Abschwächung des Wachstums zur Jahresmitte. Damit lieferte der Außenhandel erneut einen positiven Wachstumsbeitrag.

"Die Industriekonjunktur blieb zu Jahresende kräftig", wie das Wifo betont. Im vierten Quartal beschleunigte sich die Dynamik in der Sachgütererzeugung erneut (Wertschöpfung +2,9 Prozent).

Ebenso hätten die Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum unterstützt, wenngleich sich hier das Wachstumstempo zuletzt verringert habe. Im Handel wurde die Wertschöpfung um 0,2 Prozent ausgeweitet, in Beherbergung und Gastronomie um 0,3 Prozent. In der Bauwirtschaft verlief die Konjunktur weiter sehr gut, die Wertschöpfung stieg im vierten Quartal um 0,9 Prozent.

Für 28. Februar plant das Wifo das Update der Quartalsrechnung. Die nächste vierteljährliche Konjunkturprognose von Wifo und IHS steht am 25. März an; zuletzt wurde für 2018 ein reales BIP-Plus von 3,0 Prozent (Wifo) bzw. 2,7 Prozent (IHS) vorhergesagt. Für 2019 gingen im Dezember beide Institute von einer Wachstumsabschwächung aus: auf 2,2 (Wifo) bzw. 1,9 Prozent (IHS).

Wachstum 2017 betrug 2,9 Prozent. SN/APA
Wachstum 2017 betrug 2,9 Prozent.
Quelle: APA

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