Österreich

OMV senkt Anteil bei Öl- und Gas-Feld Rosebank

Der österreichische Ölkonzern OMV reduziert zur Optimierung seines Upstream-Portfolios den Anteil am UK Offshore Öl- und Gasprojekt Rosebank von 50 auf 20 Prozent. Vor Verkauf des 30-Prozent-Pakets an das kanadische Energieunternehmen Suncor fällt bei der OMV jedoch eine hohe Wertberichtigung von 530 Mio. Euro vor Steuern auf den Rosebank-Hälfteanteil an, die noch im 2. Quartal verbucht wird.

Dies teilte die OMV am Dienstagabend mit. Über das 1. Halbjahr und damit auch das 2. Quartal wird der Öl- und Gaskonzern am Mittwoch berichten. Suncor wird laut Vertrag eine Erstzahlung von 50 Mio. US-Dollar (derzeit 45,10 Mio. Euro) bei Abschluss leisten. Die Transaktion unterliegt behördlichen Genehmigungen, der Abschluss wird für das 4. Quartal d.J. erwartet. Die OMV erhält nach eigenen Angaben zusätzlich bis zu 165 Mio. Dollar, wenn sich die Rosebank-Partner auf eine finale Investitionsentscheidung einigen.

Die Reduktion des OMV-Anteil an Rosebank unterstütze die Strategie des Konzerns zur Optimierung des Upstream-Portfolios, die OMV werde hinsichtlich Kosten und Investments wirtschaftlicher, heißt es in der Mitteilung. Mit dem Deal werde das Portfolio durch die Reduktion von Investmentverpflichtungen ausgeglichener, und die OMV behalte - mit 20 Prozent - einen großen Anteil an diesem Entwicklungsprojekt.

Das Feld Rosebank wurde im Dezember 2004 entdeckt und liegt rund 130 km nordwestlich der Shetlandinseln in rund 1.110 m Wassertiefe. Die geplante Kapazität liegt bei 100.000 Fass Erdöl und 80 Mio. Kubikfuß Erdgas pro Tag.

Quelle: APA

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