Wirtschaft

Oppositionspartei "Jetzt" urgiert Stiftung für AMS-Trainer

Die Sozialsprecherin der Liste "Jetzt" (Liste Pilz), Daniela Holzinger, urgiert die angekündigte Arbeitsstiftung für arbeitslose AMS-Trainer. Der Vorschlag dazu war vom AMS-Förderausschuss vergangene Woche vertagt worden. Laut Holzinger hat der Förderausschuss nach Interventionen des Finanzministeriums (BMF) und der Wirtschaftskammer (WKÖ) die versprochene Arbeitsstiftung nicht beschlossen.

Holzinger will Auskunft über die Stiftung SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Holzinger will Auskunft über die Stiftung

Konkret handelt es sich um eine stiftungsähnliche Maßnahme, die die AMS-Trainer, die den Kürzungen im Budget des Arbeitsmarktservice zum Opfer fallen, unterstützen soll. Holzinger will nun von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) und von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) wissen, wo die mehrfach angekündigte Arbeitsstiftung für AMS-Trainer denn bleibe. Aktuell seien 1.200 Trainerinnen und Trainer in AMS-Projekten von Kündigungen betroffen beziehungsweise durch diese bedroht. Das betreffe nicht nur Deutschkurse.

"Der missfällige Umstand in dieser Branche, dass die Bildungsträger ihr unternehmerisches Risiko auf die Beschäftigten abwälzen und bei Projektauslauf sofort kündigen, harrt schon seit Jahren einer sozialpartnerschaftlichen Lösung", kritisiert Holzinger. In jeder anderen Branche wäre die Entlassung von 1.200 Beschäftigten eine soziale Katastrophe. Ausgerechnet in dem Bereich, wo die öffentliche Hand Verantwortung trage, sei sie offenbar nicht in der Lage, diese zu übernehmen.

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