Wirtschaft

Paketflut baut sich weiter auf

Die Flut an Paketen baut sich weiter auf. Im ersten Halbjahr 2021 wurden im Inland 150 Millionen Pakete zugestellt, das waren um 34 Millionen (30 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, zeigt der am Montag veröffentlichte RTR-Post Monitor. "Das ist eine enorme Steigerung, die untermauert, dass sich die Menschen in Österreich daran gewöhnt haben, per Click von zu Hause aus Bestellungen zu tätigen", sagt Klaus Steinmaurer, Fachbereichs-Geschäftsführer der RTR.

Paketflut nimmt zu SN/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ
Paketflut nimmt zu

Ein Viertel der Pakete kam aus dem Ausland, sowohl aus der EU als auch aus Drittstaaten. Hier war der Anstieg mit 50 Prozent (plus 12,8 Millionen) deutlich höher als der Gesamtanstieg. Ab 1. Juli muss auf alle Pakete aus Ländern von außerhalb der EU eine Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden. Bis dahin waren Kleinstsendungen bis zu einem Warenwert von 22 Euro abgabefrei. Wie sich das auf die Paketmengen auswirkt, werde sich erst im nächsten RTR-Monitor in drei Monaten niederschlagen, so Steinmaurer. Schätzungen der Post und anderer Dienstleister waren im September davon ausgegangen, dass sich das Paketaufkommen aus Drittstaaten seither etwa halbiert hat.

Der Monitor der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) zeigt auch, dass im zweiten Quartal 2021 die Post 56 Prozent der Pakete im Inland zugestellt hat. Knapp 20 Prozent gingen durch die Hände der DPD, weitere 11,5 Prozent stellte Amazon selber zu, knapp 8 Prozent GLS (General Logistics Systems Austria). Bei den Versendungen ins Ausland hatte hingegen GLS mit fast 30 Prozent den größten Marktanteil, die Post folgte mit knapp einem Viertel vor DPD mit einem Fünftel. Auch UPS (13,6 Prozent) und die Deutsche Post Tochter DHL Express (7 Prozent) waren große Anbieter.

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