Wirtschaft

Palfinger macht Hausaufgaben

Der Salzburger Kranbauer hob 2017 einen Rekordumsatz, das aber bei deutlich weniger Gewinn. Jetzt will man einsparen statt zukaufen. Ins Werk Köstendorf fließen dennoch zehn Millionen Euro.

Finanzvorstand Felix Strohbichler und Produktionsvorstand Martin Zehnder wollen sparen statt zukaufen. APA SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Finanzvorstand Felix Strohbichler und Produktionsvorstand Martin Zehnder wollen sparen statt zukaufen. APA

Der Wind ist für Palfinger zuletzt rauer geworden. Drei von vier Vorständen haben binnen eines Jahres den Salzburger Weltmarktführer bei Lkw-Kranen und Hebesystemen verlassen. Im Dezember schockte der Konzern die Anleger zudem mit einer Gewinnwarnung.

Grund schwarzzumalen, sei das nicht, betonten Produktionsvorstand Martin Zehnder und der seit Oktober zuständige Finanzvorstand Felix Strohbichler am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanzzahlen in Wien. Beim Umsatz habe man mit einem Plus von 8,4 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro einen Rekord erreicht, stark zugelegt habe man vor allem im Europa-Geschäft, aber auch in Russland. Das wirtschaftliche Umfeld sei weiter extrem gut, betonte Strohbichler, der Auftragseingang ungebrochen. Dennoch hätten vor allem hohe Restrukturierungskosten in Nordamerika sowie im Marinebereich das Konzernergebnis um 14,2 Prozent auf 52,5 Mill. Euro einbrechen lassen. Die Dividende werde man von 57 auf 47 Cent je Aktie kürzen.

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