Wirtschaft

Pandemie drückt Müll-Sammelmenge bei Glas und Metall

Die heimischen Haushalte haben heuer 1.082.300 Tonnen Verpackungen und Altpapier gesammelt und damit annähernd so viel wie im Jahr 2020. Pandemiebedingt lag die Sammelmenge von Glas mit 253.000 Tonnen um 1,8 Prozent unter dem Vorjahr, teilte die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) am Montag mit.

Österreich hinkt bei Recycling von Plastik noch hinterher SN/APA/THEMENBILD/HERBERT PFARRHOFE
Österreich hinkt bei Recycling von Plastik noch hinterher

"Die großen Silvesterfeiern - sonst ein Garant für hohe Glassammelmengen - sind zum letzten Jahreswechsel ausgefallen und auch der ausgebliebene Wintertourismus hat sich auf die Sammelmengen bei Glas- und Metallverpackungen ausgewirkt", so ARA-Vorstand Christoph Scharff laut einer Aussendung. Die Sammelmenge von Metall ist ebenfalls leicht um 1,2 Prozent auf 32.100 Tonnen zurückgegangen.

Bei Papierverpackungen, Zeitungen und Zeitschriften gab es gegenüber 2020 ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf 616.500 Tonnen. Der Anteil der Zeitungen und Zeitschriften ist aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und des verstärkten Konsums digitaler Medien gesunken. Dafür sorgen Onlinehandel und Lieferdienste für steigende Mengen an Karton und Wellpappe.

Der Bereich der Leichtverpackungen, der vorwiegend aus Kunststoffverpackungen besteht, blieb mit 180.700 Tonnen konstant (plus 0,1 Prozent). "Die Sammel- und Recyclingquote von Kunststoffverpackungen muss in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden", sagte Scharff. Denn während Österreich die Quoten für Papier, Metall und Glas schon erfüllt, gibt es bei Plastik noch Aufholbedarf.

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