Wirtschaft

Plansee steigerte Umsatz um 17 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro

Die international agierende, auf Hochleistungswerkstoffe spezialisierte Plansee-Gruppe mit Stammsitz in Breitenwang bei Reutte in Tirol hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 ein Umsatzplatz von 17 Prozent erwirtschaftet. Der Umsatz stieg damit von 1,3 Mrd. im Vorjahr auf 1,52 Mrd. Euro an, wie der Vorstand am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitteilte.

Trotz Umsatzplus sprach Vorstand Bernhard Schretter von einer "Achterbahnfahrt" im nunmehr vergangenen Geschäftsjahr. "Brexit und der Zollkonflikt zwischen China und USA haben zu einer Verunsicherung des Marktes geführt", so Schretter. "Es war jedenfalls ein dynamisches Jahr, in dem wir Stärke beweisen mussten", fügte er hinzu.

Eben jene angesprochene Stärke sah Schretter vorrangig im Innovationsgeist der Plansee-Gruppe. "Neue Anlagen, neue Prozesse, neue Produkte" gab Schretter diesbezüglich als Plansee-Credo aus. Um diesem gerecht zu werden, hat man laut dem Plansee-Vorstand im Jahr 2018/19 rund 210 Mio. Euro in Sachanlagen, 180 Mio. Euro davon weltweit allein in Maschinen und Gebäude investiert. 59 Mio. Euro nahm man am Standort Reutte in die Hand. 67 Mio. Euro wiederum steckte man in reine "Produktinnovationen". Diese Innovationen machen derzeit rund 29 Prozent des internationalen Umsatzes aus.

Neben dem Innovationsgeist benannte Schretter die Mitarbeiter als wichtigste Grundlage in "Achterbahnzeiten". Am Standort Reutte erhöhte sich die Mitarbeiterzahl dabei von 2.372 auf 2.483, weltweit stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 7.614 auf 7.979. Der Fachkräftemangel sei aber laut Schretter auch in der Plansee-Gruppe spürbar. "Daher investieren wir in eine neue Lehrwerkstatt und möchten künftig um 50 Prozent mehr Lehrlinge ausbilden", sagte er.

Beim Ausblick auf 2019/20 zeigte sich Schretter dagegen verhalten. "Wir verfügen zwar über ein Eigenkapital von 58 Prozent, wir sind also gesund und schuldenfrei", betonte er. Die politische Verunsicherung oder der "chinesische Wettbewerb" seien aber problematisch. "Das alles tut der Konjunktur nicht gut", strich er hervor. "Es wird jedenfalls sehr schwer sein, das Umsatzniveau vom Vorjahr zu erreichen", gab er unumwunden zu. "Jetzt schauen wir aber erst einmal, wie sich der Herbst entwickelt, erst dann kann man Prognosen abgeben und Zahlen nennen", schloss Schretter.

Quelle: APA

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