Wirtschaft

Post baut um 60 Mio. Euro Paketzentrum südlich von Graz

Die Post AG baut in Kalsdorf südlich von Graz ein neues Paketzentrum um rund 60 Mio. Euro. Am Montag erfolgte die Spatenstichfeier, tatsächlich hat der Bau auf dem 167.500 Quadratmeter großen Gelände bereits begonnen. Im dritten Quartal 2020 soll der Vollbetrieb anlaufen. 280 Mitarbeiter sind am Standort vorgesehen. 54.000 Pakete pro Tag sollen in dem Logistikzentrum sortiert werden.

Die Post bringt allen was, bald 54.000 zusätzliche Packerl pro Tag SN/APA (STEIERMARK.AT/Streibl)/STRE
Die Post bringt allen was, bald 54.000 zusätzliche Packerl pro Tag

Erst im Vorjahr wurde mit dem Bau eines Paketzentrums in Hagenbrunn in Niederösterreich um 50 Mio. Euro begonnen. Nun soll auch die Steiermark ein neues Paketzentrum bekommen. Der bisherige Verteilerstandort, nur wenige 100 Meter Luftlinie entfernt vom neuen, wurde laut Post-Vorstand Peter Umundum zu klein. "Es gibt weltweit ein gewaltiges Wachstum beim Paketversand. Der Markt ist in Österreich im Vorjahr um neun Prozent gewachsen." Bei der Post betrug das Wachstum laut Umundum sogar elf Prozent und lag damit über dem Marktschnitt. 2018 hat die Post in Österreich etwa 108 Millionen Pakete transportiert.

Am neuen Standort in Kalsdorf wird eine Halle mit 270 Metern Länge und zwei rund 100 Meter langen, im rechten Winkel zugebauten Hallen entstehen. 25.000 Quadratmeter des Areals werden verbaut. Der Probebetrieb soll im Sommer 2020 starten. Für Kalsdorf ist es das derzeit größte Bauprojekt. Die Gemeinde bietet bisher bereits ein großes Gewerbegebiet. Die Lage für die Industrie ist einladend: Kalsdorf liegt nahe dem Flughafen und dem Cargo Center in Wundschuh und bietet einen direkten Anschluss an die Pyhrnautobahn (A9). Graz ist nur wenige Kilometer entfernt.

Umundum skizzierte den Fahrplan des Paketgeschäfts für die kommenden Jahre: "Wir haben momentan rund 50 Prozent Marktanteil und wir wollen die Nummer eins in Österreich bleiben." Bis 2023 sind rund 150 Millionen Pakete pro Jahr eingeplant. Einen Beitrag wird die geplante Übernahme des DHL-Geschäftes leisten. Ziel sei die Bearbeitung von 100.000 Paketen pro Stunde - ganz Österreich zusammengerechnet.

Postchef Georg Pölzl unterstrich den Trend: "Brief geht runter, Paket steigt. Dieses neue Logistikzentrum ist das sichtbare Zeichen dafür." Er hofft, dass 25 bis 30 Millionen Pakete pro Jahr über die Bänder in Kalsdorf laufen werden. Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sprach beim Spatenstich davon, "ein Stück Zukunft" zu bauen.

Quelle: APA

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