Wirtschaft

Post-Finanzpartnerschaft mit Grazer Wechselseitigen (GraWe)

Die teilstaatliche Post hat ihren neuen Finanzpartner gefunden: Sie kooperiert in dem Bereich künftig mit der Grazer Wechselseitigen (GraWe) und erwirbt von dieser 80 Prozent der Brüll Kallmus Bank. Damit werde die rechtliche Basis für ein eigenständiges und flächendeckendes Finanzdienstleistungsangebot geschaffen, teilte am Montagabend die Post mit, die 56 Mio. Euro via Kapitalerhöhung einbringt.

Die Post hat einen neuen Partner SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Die Post hat einen neuen Partner

Es handle sich um den Aufbau eines Leistungsangebotes unter unternehmerischer Führung der Post mit der GraWe-Gruppe "und weiteren Partnern", hieß es. Die Partnerschaft vereine die Vertriebsstärke der Österreichischen Post über ihr landesweites Netz mit dem Bank- und Versicherungs-Know-how der GraWe-Gruppe.

Ende 2019 läuft ja die langjährige Partnerschaft der Post mit der BAWAG P.S.K. aus. Ein geplantes Joint Venture mit der deuschen FinTech-Gruppe, das an deren Stelle treten sollte, war im Herbst geplatzt. Dass das Grazer Bankhaus Brüll Kallmus neuer Partner werden könnte, hatte zuerst Ende März der "Standard" berichtet.

Laut Post sollen im Laufe des Jahres 2020 Finanzdienstleistungen in der neuen Partnerschaft angeboten werden. Die ersten drei Jahre rechne man mit Anlaufkosten, danach mit positiven Ergebnisbeiträgen, so die Post.

Ziel sei es, sowohl online als auch physisch präsent zu sein - das Netz der Post mit ihren 1.800 Geschäftsstellen an eigenbetriebenen Filialen und Post-Partnern sei eine hervorragende Basis dafür. Das Geschäftsmodell werde fokussiert und risikoavers gestaltet und Dienstleistungen rund um Konto und Zahlungsverkehr enthalten.

Finanzdienstleistungen weiterer Partner würden das Produktportfolio abrunden, so das börsennotierte Unternehmen weiter. Über das genaue Leistungsangebot und den Marktauftritt werde zu gegebener Zeit berichtet. Für die aufsichtsbehördliche Genehmigung des Brüll-Kallmus-Erwerbs wurde ein Eigentümerkontrollverfahren am Montag bei der Europäische Zentralbank (EZB) über die heimische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) eingeleitet.

Quelle: APA

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