Österreich

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zapft bald eigenes Bier

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz will wohl unter die Privatbrauer gehen und in der Steiermark Bier zapfen.

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zapft bald eigenes Bier SN/gepa pictures/ christian walgram
Mateschitz will im steirischen Pöls Bier brauen.

Schon im Sommer wurde in den Medien gemunkelt, nun werden die Pläne konkreter: 2017 soll es mit den Vorbereitungen losgehen, dann soll neben Red Bull auch bald Gerstensaft aus dem Hause Mateschitz sprudeln.

Vor acht Jahren bereits kaufte Mateschitz in Pöls eine Quelle samt baufälligem Schloss, 15 Kilometer vom Red Bull Ring in Spielberg entfernt. Früher wurde von der dortigen Heilquelle Mineralwasser abgefüllt, nun soll bald Bier fließen. Die Unterlagen rund um die baurechtliche Einreichung seien fertig schreibt der "Standard".

Laut Insidern werde das alte Schlössl 2017 saniert, mit Schaubrauerei und Abfüllhalle ausgestattet sowie um einen Gastrobetrieb ergänzt. Mit dem hauseigenen Bier sollen dann die umliegenden Red-Bull-Betriebe versorgt werden. Ob das Bier auch über die Grenzen hinaus verkauft wird, sei noch offen.

Die Brauereibranche rechne mit einem regionalen Spezialbier und fürchte sich nicht vor Mateschitz' Plänen. "Neue Marken aus der Region tun der gesamten Branche gut", heißt es vom steirischen Platzhirsch Murauer Bier zum "Standard". Egger-Chef Bernhard Prosser meinte: "Ein Bier in schlanken Dosen ist für den Export sexy, aber nichts Neues." Er sei aber sicher, dass Mateschitz einen Masterplan für den Einstieg in die Brauereibranche habe.

Und obwohl die Branche von harten Verdrängungskämpfen gezeichnet sei, gebe es bei Spezialitäten noch Platz für Neuankömmlinge. Seitens Red Bull wollte man die Pläne nicht kommentieren, auch die Gemeinde Pöls hielt sich bedeckt.

Quelle: APA

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