Wirtschaft

Regierung und WKÖ laden Wirte am Freitag zu Videokonferenz

Regierung und Wirtschaftskammer (WKÖ) laden zu einer virtuellen "Wirte-Konferenz" ein. Am Freitag um 9.00 Uhr sind "alle Gastronomen eingeladen, online teilzunehmen", hieß es dazu am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Gesprächspartner sind Kanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und WKÖ-Chef Harald Mahrer.

"Die Spitzenpolitik sucht das direkte Gespräch mit Wirtinnen und Wirten, um zu hören, wo der Schuh drückt und wo es vielleicht noch Hürden gibt. (...) Dieser direkte Draht ist ein neues Format, um das Ohr sehr nah an dieser von der Krise hart getroffenen Branche zu haben", erklärte dazu Köstinger (ÖVP). Für den Neustart der Gastronomie habe die Bundesregierung "klare, aber einfache Regeln für Gäste und Betriebe erarbeitet". Diese würden "auf den bisherigen Regeln und dem Hausverstand aller Beteiligten" beruhen.

"Die Gastronomiebetriebe und Wirtshäuser stellen eine wesentliche Säule unserer Wirtschaft dar und sind auch eine wichtige Drehscheibe unseres sozialen Zusammenlebens", so Bundeskanzler Kurz (ÖVP).

In einem offenen Brief hat sich heute die ARGE RTK (Round Table Konferenzhotels) an Tourismusministerin Köstinger (ÖVP) gewandt. Die ARGE vertritt nach Eigenangaben 140 Betriebe in der Tagungsbranche und fordert Finanzhilfen, Planungssicherheit, einen Plan B und einen Expertenbeirat. Durch das Veranstaltungsverbot bis Ende Juni und von Großveranstaltungen bis Ende August sei dieser Sektor praktisch lahmgelegt. Konferenz- und Tagungshotels sowie Veranstaltungszentren stünden leer.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) verweist auf zahlreiche offene Fragen. Ob etwa ein Anspruch auf Stornogebühren besteht, welche rechtlichen Grundlagen die Verhaltensregeln für Kunden und Bedienstete haben und auf welcher Basis Regelverstöße geahndet werden. An welche Stellen sich Großbetriebe bei Garantien wenden und wann die Fixkosten-Zuschüsse beantragt werden können, sei ebenfalls noch offen. 

Sepp Schellhorn, Tourismussprecher der NEOS fordert "endlich Klarheit", zur Zeit herrsche "maximale Unsicherheit". "Es ist nichts definiert. Der Dialog ist schön und gut, aber ich muss morgen meinen Mitarbeitern sagen, wie es weitergeht", so Schellhorn, der selbst Hotelbetreiber in Salzburg ist. 

Quelle: APA

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