Österreich

Registrierkassenpflicht ist für den Staat ein Füllhorn

Schon im ersten Halbjahr stiegen die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer viel stärker als der private Konsum. Kontrollen zeigten Anlaufprobleme.

Registrierkassenpflicht ist für den Staat ein Füllhorn SN/apa
Über eine Registrierkassa müssen Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 15.000 Euro mit mehr als 7500 Euro Barumsatz im Jahr verfügen.

Finanzminister Hans Jörg Schelling kann mit den Ergebnissen der Registrierkassenpflicht vorläufig zufrieden sein. Im ersten Halbjahr stiegen die Einnahmen bei der Umsatzsteuer um mehr als eine halbe Milliarde Euro auf insgesamt 13,47 Milliarden. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 bedeutet das ein Plus von mehr als vier Prozent. Die Umsatz- oder Mehrwertsteuer hat damit heuer die Lohnsteuer als stärkste Einkommensquelle des Staates wieder abgelöst. Aber trotz der Steuerreform kann der private Konsum nicht um ein Mehrfaches des Wirtschaftswachstums gestiegen sein - noch dazu, da die Regis trierkassenpflicht nach einer Übergangsfrist faktisch erst mit Mai in Kraft getreten ist. Es gab auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von zehn auf 13 Prozent für Beherbergung, sie gilt ebenfalls erst seit Mai.

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