Wirtschaft

Skigebiete setzen bei Lockdown auf Rückvergütungen

Mehrere Skigebiete setzen heuer bei den Saisonkarten auf Rückvergütungen im Fall eines neuerlichen Lockdowns. Für Saisonkarten-Inhaber, deren Pistenvergnügen im März abrupt geendet hat, gibt es teils einen Bonus. Seit Ende September verkaufen Österreichs Skigebiete wieder Saisonkarten, diesmal mit Beinamen wie "risikolos", "Covid-Payback-Garantie" oder "CoronaBonus", berichten die "Salzburger Nachrichten". Die Preise für die Skikarten wurden im Schnitt um 3,5 teurer.

Die Skigebiete werben zum Teil mit Rabatten SN/APA (dpa)/Patrick Seeger
Die Skigebiete werben zum Teil mit Rabatten

Saisonkarten und Mehrtageskarten gewannen nicht zuletzt wegen der empfindlich hohen Preise für einzelne Tageskarten - heuer bis zu 59 Euro in der Hochsaison - an Beliebtheit. Beim Salzburger Skiverbund Ski amadé verkaufte man laut "SN" im Winter 2019/20 rund 53.000 Saisonkarten - ein neuer Höchstwert. Heuer ist ein weiteres Rekordjahr unrealistisch, für Einheimische und Inlandsgäste könnte die Saison aber ob des fehlendes internationalen Publikums attraktiver sein.

Die Preise für die Skikarten wurden heuer im Schnitt um 3,5 bis 3,8 Prozent teurer, das ist deutlich über der derzeitigen Inflation. Zusatzkosten für Coronamaßnahmen seien nicht eingerechnet worden, betont der Geschäftsführer der Seilbahner in der Wirtschaftskammer, Erik Wolf, gegenüber der Zeitung. Im Vorjahr habe das frühe Saisonende geschätzte 200 Mio. Euro Umsatzverlust bedeutet, "und niemand weiß, was heuer kommt". Die Stimmung bei den Seilbahnern sei derzeit "verhalten positiv", sagt Wolf. Fest stehe aber auch, "dass wir mit der Anzahl der Skifahrer in Österreich ein möglicherweise riesiges Loch aus den internationalen Märkten nicht werden füllen können".

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