Österreich

Sorge um Niki-Jobs in Wien - Chefs reden mit Belegschaft

Bis Freitag wollten die Mitarbeiter der Noch-Air-Berlin-Tochter Niki von der Geschäftsleitung wissen, wie es für sie weiter geht. Der Umbau von Air Berlin zieht umfangreiche Verlagerungen bzw. Stationierungen außerhalb Österreichs nach sich. Nun gibt es Gespräche, weitere Verhandlungstermine von Geschäftsführung und Betriebsrat seien vereinbart worden, hieß es am Donnerstag.

Unsicherheit bei der Niki-Belegschaft.  SN/APA/ROBERT JAEGER
Unsicherheit bei der Niki-Belegschaft.

Niki wird Teil einer neuen Ferienfluglinie mit TUIFly. Niki will künftig nur noch fünf statt 19 Flieger in Wien stationieren, der Großteil der Flotte könnte künftig an deutschen Airports stehen, heißt es. Zumindest nach bisher durchgesickerten Plänen sollte Niki auch diverse Urlaubsstrecken der vor der Einstellung stehenden Schweizer "Schwester" Belair ab Zürich übernehmen. Eine interne Ausschreibung bei Niki ist angelaufen, zunächst für einen temporären Wechsel von Wien nach Zürich. Wie viele österreichische Bord-Leute nach Zürich oder auch auf andere Stationen wechseln sollten, wurde bisher nicht genannt.

In einer Betriebsversammlung bei Niki vorigen Freitag wurde ein Forderungskatalog unterfertigt. Zentrale Forderung: Schriftliche Arbeitsplatzgarantien. Mitarbeiter, die im Ausland stationiert werden müssen, sollten entsendet werden, demnach weiter nach österreichischem Arbeits- und Sozialrecht angestellt bleiben. Des weiteren wurden Sozialpläne für jene Mitarbeiter gefordert, die aus privaten oder familiären Gründen nicht ins Ausland wechseln können. Ohne Absprache mit dem Betriebsrat dürften keine Personalmaßnahmen gesetzt werden, wird gefordert.

Von der Geschäftsführung hat die Arbeitnehmervertretung schriftliche Stellungnahmen bis zum morgigen Freitag verlangt. Jetzt gibt es einmal Gespräche. Die Betriebsversammlung bleibt unterbrochen.

Quelle: APA

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