Wirtschaft

Sparen leicht gemacht: So senken Sie Ihre Energiekosten

Die stark gestiegenen Großhandelspreise für Gas und Strom werden Privathaushalte und Betriebe bald zu spüren bekommen. Für einen Durchschnittshaushalt in Österreich könnten laut Schätzung die jährlichen Energiekosten um knapp 500 Euro im kommenden Jahr steigen. Frankreich deckelt nun sogar den Preisanstieg von Gas und Strom über den Winter. Die SN geben Tipps, wie Sie die Energiekosten senken können.

Die Energiekosten können schon mit relativ geringem Aufwand erfolgreich gesenkt werden. SN/imago
Die Energiekosten können schon mit relativ geringem Aufwand erfolgreich gesenkt werden.

Durch einen Wechsel vom Grundversorger zum günstigsten Alternativanbieter lässt sich für einen Durchschnittshaushalt bei Gas eine Einsparung für heuer von 308 Euro lukrieren, bei Strom von 213 Euro. Aber Vorsicht: Einige Anbieter locken mit einem einmaligen Einstiegsrabatt im ersten Vertragsjahr. Danach könnten die Kosten signifikant ansteigen. Angesichts stark steigender Energiepreise hat Frankreich nun sogar eine Deckelung der Tarife für Gas und Strom über die Wintermonate hinweg angekündigt. "Wir verhängen eine Tarifbremse", sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Es gehe darum, die Kaufkraft der Franzosen zu schützen.

Die SN geben einige Tipps, wie man die Energiekosten im eigenen Haushalt durch wenige Handgriffe senken kann.

Effizienz der Elektrogeräte

Achten Sie bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten aller Art auf die angegebene Energieeffizienz. Geräte mit einem geringeren Stromverbrauch mögen auf den ersten Blick zwar teurer erscheinen, verbrauchen allerdings viel weniger Strom als die meisten Billiggeräte. Das senkt die Energiekosten und spart auf Dauer viel Geld.

Seit März 2021 gelten in der EU für neue Elektrogeräte statt der alten Energieeffizienzklassen (links) die neuen Klassen. A steht dabei für eine besonders hohe Energieeffizienz, G für die niedrigste. SN/imago
Seit März 2021 gelten in der EU für neue Elektrogeräte statt der alten Energieeffizienzklassen (links) die neuen Klassen. A steht dabei für eine besonders hohe Energieeffizienz, G für die niedrigste.

Raumtemperatur anpassen

Keine Frage, niemand möchte in der kalten Jahreszeit in seinen eigenen vier Wänden frieren. Das ist auch nicht nötig, um trotzdem Heizkosten einsparen zu können. Denn nur ein Grad Celsius Raumtemperatur weniger spart etwa sechs Prozent der Heizkosten. Im Sommer gilt: Auf Klimaanlagen oder Ventilatoren, die den ganzen Tag lang am Strom angeschlossen sind, sollten Sie verzichten.

Außerdem sollten Sie mehrmals täglich stoßlüften und Fenster nicht über einen längeren Zeitraum kippen.

Eine niedrigere Raumtemperatur kann die Energiekosten im eigenen Haushalt enorm senken. SN/imago
Eine niedrigere Raumtemperatur kann die Energiekosten im eigenen Haushalt enorm senken.

Beleuchtung ist entscheidend

Prinzipiell ist es ratsam, tagsüber so gut es geht auf künstliches Licht zu verzichten. Ist dennoch eine zusätzliche Beleuchtung nötig, sollten Sie ausschließlich auf LED-Lampen setzen. Diese sind in der Anschaffung zwar teurer als Energiesparlampen, verbrauchen aber wenig Energie, sind effizienter, sehr lange haltbar und darüber hinaus auch umweltfreundlicher.

Hinsichtlich der Beleuchtung sparen Sie am meisten Energiekosten, wenn Sie auf LED-Lampen setzen. SN/imago
Hinsichtlich der Beleuchtung sparen Sie am meisten Energiekosten, wenn Sie auf LED-Lampen setzen.

Haushaltsgeräte optimal nutzen

Jeder braucht sie, jeder hat sie: Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine erfüllen wichtige Aufgaben - und verbrauchen dabei Energie. Auch hier ist das Einsparungspotenzial groß: Nutzen Sie das Volumen der Geräte bestmöglich aus und wählen Sie Umweltprogramme (z. B. ECO) aus. Diese dauern meist zwar länger, sparen aber nicht nur Energie, sondern auch Wasser. Auf einen Trockner sollten Sie verzichten. Lassen Sie die Wäsche einfach an der Luft auf einem Wäscheständer trocknen. Das spart nicht nur Geld, sondern verbessert sogar das Raumklima.

Im ECO-Modus verbrauchen Elektrogeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine am wenigsten Energie. SN/imago
Im ECO-Modus verbrauchen Elektrogeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine am wenigsten Energie.

Ihren Kühl- und Gefrierschrank sollten Sie immer nur so kurz wie nötig geöffnet lassen. Das regelmäßige Abtauen der Kühlgeräte trägt ebenfalls dazu bei, Energie zu sparen. Achten Sie außerdem darauf, dass Kühl- und Gefrierschrank nicht unmittelbar neben anderen Geräten stehen, die Wärme abstrahlen.

Setzen Sie vermehrt auf Kleingeräte wie Wasserkocher oder Mikrowelle, da diese vergleichsweise wenig Energie benötigen. Herd und Backrohr verfügen über viel Restwärme und können deshalb schon ausgeschaltet oder zurückgedreht werden, wenn das Gericht noch nicht ganz fertig ist.

Herd und Backofen speichern die Wärme auch nach dem Abschalten noch einige Zeit. SN/imago
Herd und Backofen speichern die Wärme auch nach dem Abschalten noch einige Zeit.

Stand-by-Modus verbraucht viel Energie

Elektrogeräte verbrauchen auch dann Energie, wenn sie gar nicht eingeschaltet sind, sondern "nur" der Stand-by-Modus aktiviert ist. Schalten Sie Fernseher, PC, Stereoanlage und Co. deshalb immer komplett aus oder ziehen Sie den Stecker, um wertvolle Energie zu sparen. Selbst Ladekabel, die momentan gar nicht in Verwendung, sondern nur am Stromnetz angeschlossen sind, verbrauchen nämlich Strom.

Die Energiekosten können schon mit relativ geringem Aufwand erfolgreich gesenkt werden. SN/imago
Die Energiekosten können schon mit relativ geringem Aufwand erfolgreich gesenkt werden.

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