Wirtschaft

SPÖ fordert Aussetzung der Richtwertmietenerhöhung

Die Sozialdemokraten fordern eine neuerliche Aussetzung der Richtwertmietenerhöhung. Normalerweise werden die Richtwertmieten für Altbauwohnungen automatisch alle zwei Jahre per 1. April an die Inflation angepasst. Im Vorjahr wurde diese Anpassung ausgesetzt, um Mieterinnen und Mieter in der Coronazeit zu entlasten. Heuer würde eine Erhöhung um fast 6 Prozent anstehen. Für SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher verbieten momentane Inflation und explodierende Energiepreise das.

Mit April werden die Richtwertmieten um fast 6 Prozent erhöht SN/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Mit April werden die Richtwertmieten um fast 6 Prozent erhöht

2021 war die durchschnittliche Jahresinflation mit 2,8 Prozent auf dem höchsten Wert seit zehn Jahren. Im vergangenen Jahr hätten die Richtwertmieten um 2,9 Prozent steigen müssen - allerdings entschied sich die Politik dann für eine Aussetzung. Die nun anstehende fast sechsprozentige Erhöhung ergibt sich aus den 2,9 Prozent plus der Jahresinflationsrate von 2021.

Anstelle einer Stichtagsregelung braucht es laut Becher einen dynamischen Anwendungsbereich. Alle Wohnungen, die 20 Jahre alt werden, sollten fortan unter die Preisbindung des zukünftigen Mietrechtsgesetzes fallen. "Der Markt kann es nicht. Die Politik muss eingreifen. Die Untätigkeit der Regierung schmälert die Kaufkraft und Lebensqualität der Österreicherinnen und Österreicher", sagte Becher am Montag laut einer Aussendung.

Die meisten Altbauwohnungen gibt es in Wien. Zwei Drittel der Haushalte, die diesem Mietensystem unterliegen, befinden sich daher in der Bundeshauptstadt.

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