Österreich

Stellenabbau bei Shire: Gewerkschaft fordert Transparenz

In Zusammenhang mit dem geplanten Personalabbau beim Biotechnologiekonzern Shire in Niederösterreich und Wien hat die Gewerkschaft am Freitag "volle Transparenz" gefordert. "Entgegen den Verlautbarungen des Unternehmens ist eine Arbeitsstiftung für betroffene Beschäftigte ein fixer Bestandteil des Sozialplanes", hielt Barbara Teiber, Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Wien, fest.

Unternehmen will Sozialplan verbessern.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Unternehmen will Sozialplan verbessern.

Laut dem Unternehmen werden rund 500 Stellen, der Großteil davon in Orth an der Donau (Bezirk Gänserndorf), der Rest in der Bundeshauptstadt, verlagert - zum Teil von Orth nach Wien, Bereiche wandern von Österreich nach Irland und in die USA. Da laut Teiber "eine Vielzahl von hoch qualifizierten Mitarbeitern von der Reorganisation betroffen ist", fordern der Betriebsrat und die Gewerkschaft eine höhere Dotierung der Arbeitsstiftung vonseiten des Dienstgebers. "Sollte sich die Unternehmensleitung diesbezüglich sperren, steht uns unter anderem auch noch die Möglichkeit der Anrufung der staatlichen Wirtschaftskommission offen, da es keinerlei nachvollziehbare betriebswirtschaftliche Gründe für diese drastische Maßnahmen gibt", teilte Teiber in einer Aussendung mit.

Die vom Betriebsrat geforderten Verbesserungen des aktuellen Sozialplanes, insbesondere für Mitarbeiter über 50 Jahre, in Karenz und Elternteilzeit, habe die Geschäftsleitung bereits zugesagt, hieß es in der Aussendung. "Wir erwarten uns, dass die Kommunikationspolitik ab sofort transparent und unter voller Einbeziehung des Betriebsrates erfolgt", sagte Teiber.

Erneut wurden die Pläne des Unternehmens kritisiert: "Manche Entscheidungen international agierender Konzerne, wie aktuell jener von Shire, sind nicht nachvollziehbar. Ohne ersichtlichen Grund werden hochprofitable und produktive Standorte redimensioniert. Beschäftigten- und Standortinteressen werden zunehmend einer kurzfristigen Profitlogik geopfert", so Teiber.

Quelle: APA

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