Österreich

Steuerreform ohne positive Effekte für Großteil der Bevölkerung

Für 52 Prozent der österreichischen Bevölkerung hat die Steuerreform laut einer GfK-Studie bisher keine positiven Auswirkungen gehabt.

Steuerreform ohne positive Effekte für Großteil der Bevölkerung SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Vor allem für Frauen bleibt kaum mehr Geld übrig.

Bei Frauen sind es sogar 59 Prozent, bei Männern 45 Prozent. 82 Prozent machen dafür die steigenden Preise von Gütern des täglichen Gebrauchs verantwortlich. Vor allem Frauen leiden darunter und fühlen sich schlecht abgesichert.

Neben den Preissteigerungen für die Güter des täglichen Bedarfs machen die Österreicher steigende Betriebskosten (56 Prozent), die zunehmende Kosten für Gesundheit (39 Prozent) und Mieterhöhungen (32 Prozent) für die fehlenden positiven Effekte der Steuerreform verantwortlich, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie hervor.

Knapp die Hälfte der Menschen, die persönlich Vorteile der Steuerreform spüren (46 Prozent), lassen die zusätzlichen Mittel direkt in den Konsum fließen. Die meisten Ausgaben stehen dabei im Zusammenhang mit der Familie oder werden für die Sachen, die man sich früher nicht leisten konnte, ausgegeben.

Nur 10 Prozent der Befragten können durch die steuerliche Entlastung mehr Geld sparen. Die beliebtesten Vorsorgeprodukte sind trotz niedriger Zinsen weiterhin das Sparbuch (58 Prozent), der Bausparvertrag (52 Prozent) und die Lebensversicherung (42 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr fühle sich die österreichischen Bevölkerung weit schlechter abgesichert, heißt es. Vor allem Frauen würden unter der Einkommensungleichheit leiden. Durch die hohe Teilzeitquote unter Frauen - die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen in Österreich arbeitet Teilzeit - und das frühere Pensionsalter seien Frauen stark von Altersarmut bedroht, so Christoph Obererlacher, Geschäftsführer von Swiss Life Select, dem Auftraggeber der Studie. Für die repräsentative Studie wurden Mitte Juni 1.000 Österreicher zwischen 15 und 65 Jahren befragt.

Quelle: APA

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