Wirtschaft

T-Mobile und UPC werden "Magenta"

Der Mobilfunkbetreiber und der Kabel-TV- Anbieter treten künftig unter einer Marke auf. Das Netz wird auf ein Gigabit beschleunigt

Mit der Integration von UPC und tele.ring ändert sich auch der Name. Andreas Bierwirth führt künftig statt T-Mobile die Magenta Telekom.  SN/APA/MAGENTA/MARLENA KÖNIG
Mit der Integration von UPC und tele.ring ändert sich auch der Name. Andreas Bierwirth führt künftig statt T-Mobile die Magenta Telekom.

Kunden des Mobilfunkbetreibers T-Mobile werden in den nächsten Wochen auf ihrem Handy als Netz nicht mehr T-Mobile oder Telering sehen, sondern Magenta T. Unter der gemeinsamen Marke Magenta Telekom treten künftig die Österreich-Tochter der Deutschen Telekom und der Kabelbetreiber UPC auf. Das ist - abgesehen von Werbespots - die sichtbarste Folge der im Sommer 2018 erfolgten Übernahme von UPC. Die entscheidenden Änderungen passieren im Hintergrund: Ab 7. Mai ist das gesamte bisherige UPC-Glasfaserkabelnetz in Wien (mit rund 900.000 Kunden) auf eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde aufgerüstet und im Rest des Landes auf 500 Mbit. Außerdem können Mobilfunkkunden ab sofort in ganz Österreich ihre Smartphones, Tablets oder Computer per App als TV-Gerät nutzen.

"Es kommt zusammen, was zusammengehört", sagte T-Mobile-Austria-Chef Andreas Bierwirth am Montag bei der Präsentation des neuen Auftritts - das ultraschnelle Glasfasernetz und das beste Mobilfunknetz Österreichs. Bis 2020 verschwinden T-Mobile, Telering und UPC ganz, auch der Unternehmensname wird auf die neue Marke umgestellt. "Magenta ist unsere Zukunft", betont Bierwirth. Die Kosten des Rebranding beziffert er mit 20 Millionen Euro. Die gesamte Integration werde aber deutlich teurer sein.

Bisher hat die Deutsche Telekom den Namen der rosa Farbe, die das Konzernlogo schon lange ziert, für bestimmte Tarife oder Kombipakete benutzt. Ob beim Mutterkonzern ebenfalls eine Namensumstellung geplant sei, könne er nicht kommentieren, sagte der Österreich-Chef von T-Mobile.

Die Zusammenführung von Mobilfunk und Festnetz bzw. Kabel unter einem Dach ist in der Telekombranche seit Jahren im Gange. Mittlerweile hat sogar der Mobilfunkdiskonter Hofer Telekom (HoT) angekündigt, in das Geschäft mit Breitbandinternet für zu Hause einzusteigen. Die Deutsche Telekom hat im Vorjahr in den Niederlanden Tele 2 übernommen. Der heimische Mobilfunkmarktführer Telekom Austria (A1) hat in Südosteuropa sein Mobilfunkgeschäft mit Kabelbetreibern erweitert.

Bierwirth erwartet von der Integration der beiden Kanäle auch Zuwächse im Firmengeschäft. Das habe zuletzt ein Drittel des T-Mobile-Umsatzes (2017: 900 Mil. Euro) ausgemacht, "obwohl wir nur Mobilfunk hatten". Das neue fusionierte Unternehmen kam im Vorjahr auf 1,055 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigte Ende März rund 2500 Mitarbeiter. Die Zahl soll nur durch natürliche Fluktuation über die nächsten Jahre sinken.

Einen "Preiskrieg" will Bierwirth nicht führen, sondern mit Qualität punkten. Bis Mitte Juli gibt es besonders günstige Einführungstarife für das neue ultraschnelle Internet in Wien bzw. Österreich. Neue Tarife mit unlimitiertem Datenverbrauch kündigt Bierwirth auch für Smartphones an. 5G, die nächste Mobilfunkgeneration, eröffne eine komplett neue Welt mit so großen Datenmengen, dass Limits keinen Sinn machten. Praktisch bieten die neuen Tarife vorerst nur schnelleren Service an der Hotline, weil die Technologie erst aufgebaut wird.

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