Österreich

Tirol will mit Kompromiss Sektorales Fahrverbot retten

Mit einem von ihr als "Vorschlag zur Vernunft" betitelten Schritt versucht die Tiroler Landesregierung wenige Tage vor Inkrafttreten des sogenannten Sektoralen Fahrverbots die Wogen zu glätten. Schadstoffarme Lkw der Euroklasse VI sollen vorerst unbefristet auf der Transitstrecke unterwegs sein dürfen.

Tirol will mit Kompromiss Sektorales Fahrverbot retten SN/APA/DPA/STEFAN PUCHER

Mit diesem "bisher nicht geplanten Zwischenschritt", heißt es in einer Aussendung der beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (ÖVP) und Ingrid Felipe (Grüne), soll die EU davon abgehalten werden, das ab 1. November geplante Sektorale Lkw-Fahrverbot für bestimmte Güter mit einer einstweiligen Verfügung zu kippen. Zuletzt hatten nach bayerischen auch Italiens Frächter gegen das Fahrverbot protestiert.

Zugleich betonten die beiden zuständigen Landespolitiker, dass das Fahrverbot "startbereit" sei. "Wir haben hier einen Lösungsvorschlag vorgelegt, den wir für gangbar und für gut im Sinne der Luftgüte im Land Tirol halten", so Felipe und Geisler. 2018 soll eine Evaluierung der Luftsituation Auskunft darüber geben, ob die mit der Europäischen Union vereinbarten Luftwerte auch ohne sektorales Fahrverbot für die Euro-VI-Lkw möglich sind. Mit dem sektoralen Fahrverbot will Tirol mittelfristig jährlich 200.000 Lkw-Ladungen von der Straße auf die Schiene verlagern. Das entspräche einer Reduktion des Transitverkehrs um 10 Prozent.

Quelle: APA

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