Österreich

Trenkwalder-Leute in Italien bangen um Gehalt

Das Zeitarbeitsunternehmen Trenkwalder in Italien, das unabhängig vom gleichnamigen österreichischen geführt wird, ist in Schwierigkeiten geraten. Die Gewerkschaften in der norditalienischen Region Emilia Romagna beklagen, dass Filialen von Trenkwalder Italia geschlossen worden seien und dass die Belegschaft nicht ihre Gehälter erhalten habe.

Trenkwalder Italia, das rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, habe die Oktober-Gehälter nicht gezahlt, da die Banken dem Unternehmen den Geldhahn zugedreht haben, berichteten italienische Medien. Das Unternehmen sprach von "technischen Problemen". Die Gewerkschaften forderten die Regierung in Rom auf, sich um den Fall zu kümmern.

"Zwischen Trenkwalder S.r.l. mit Sitz in Modena und Trenkwalder International AG mit Sitz in Wien bestehen keinerlei gesellschaftsrechtliche Verbindungen", wurde am Mittwochabend in einem Statement an die APA betont: "Trenkwalder S.r.l. wurde im Jahre 2011 im Zuge eines Buy-outs von italienischen Käufern übernommen." Den Firmennamen Trenkwalder habe die italienische Gesellschaft trotz des Management-Buy-outs behalten, hieß es am Telefon.

Der Geschäftsführer von Trenkwalder Italia, Peter Zehentleitner, versicherte laut Angaben aus Italien, dass in den nächsten Tagen die Gehälter gezahlt würden. Verhandlungen mit vier Banken, darunter mit der Bank-Austria-Mutter UniCredit, seien im Gange, die Trenkwalder zuletzt keine Kredite mehr gewährt hatten, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.

Mit der Wiedereröffnung einer Kreditlinie in Höhe von 30 Mio. Euro sollen die Gehälter gezahlt werden. Zehentleitner war laut Firmen-Compass im Zeitraum 2005 bis 2007 Bereichsleiter der Trenkwalder Personaldienste GmbH in Schwadorf (NÖ) gewesen.

Quelle: APA

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