Wirtschaft

Über die Grenze hinweg tönt es laut Muh

Seit fast drei Jahren lebt man in einer bayerischen Molkerei mit den Grenzkontrollen am Walserberg. Täglich wird auch Milch von 250 Bauern aus Salzburg und Oberösterreich geholt.

Bernhard Pointner übt sich in Gelassenheit. Das Wort "Grenzkontrolle", das wieder einmal die Wogen hochgehen lässt, entlockt dem Geschäftsführer der Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau einen kurzen, deutlichen Satz: "Wir schlucken die Kröte."

Angesiedelt in Piding, lebt man in der bayerischen Molkerei seit knapp drei Jahren mit den Grenzkontrollen am Walserberg. Die A8 und die Saalach, der Grenzfluss zu Salzburg, stoßen an zwei Seiten an das Firmengelände. Von hier aus schwärmen die Milchwagen aus, um bei den Bauern den Rohstoff einzusammeln. Einige fahren auch rüber nach Österreich. "Die großen Wagen müssen halt über die Autobahn", erklärt Pointner. "Mit Sicherheit eine Stunde täglich" gehe im Stop-and-go-Verkehr an der Grenze verloren. Das verursache dem Unternehmen Mehrkosten von 7000 bis 8000 Euro pro Jahr.

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