Österreich

Übte Grasser seine eigene gefälschte Unterschrift?

In der nicht rechtskräftigen Anklage gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere wegen Korruptionsverdacht haben die Ermittler kuriose Details recherchiert. So soll Grasser geübt haben, seine eigene gefälschte Unterschrift selber zu schreiben, berichten mehrere Medien. Durch einen Treuhandvertrag sollte die Herkunft von Geld verschleiert werden.

Übte Grasser seine eigene gefälschte Unterschrift? SN/APA (Archiv/Expa)/EXPA/JAKOB GRU
Weitere Vorwürfe aus der Anklage wurden bekannt.

Die Unterschrift auf einem Treuhandvertrags Grassers soll laut der Staatsanwaltschaft von einem Schweizer Treuhänder gefälscht worden sein. Die Ermittler fanden bei einer Hausdurchsuchung Unterlagen, auf denen Grasser seine Unterschrift geübt haben soll, um sie der auf dem Vertrag anzugleichen. Über dies haben die Zeitungen "Kurier" und "Österreich" sowie auch das ORF-Radio berichtet.

Es geht um den langjährige Treuhänder von Grassers Schwiegermutter, Maria Giori-Lhota. Grasser und der Vermögensberater sollen nachträglich einen Zusatz zu dem Treuhandvertrag gefälscht haben, um die Justiz glauben zu lassen, Grasser habe sich Geld von der Schwiegermutter geborgt. Laut Anklage eine Schutzbehauptung, um die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern.

Auf dem Treuhandvertrag habe aus Zeitmangel der Treuhänder für Grasser unterschrieben. Grasser soll sich vorbereitet haben, um bei der Einvernahme noch einmal genauso zu unterschreiben. Laut Staatsanwaltschaft trainierte er die gefälschte eigene Unterschrift - was ein Schriftstück zeige, das man bei einer Hausdurchsuchung fand.

Quelle: APA

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