Österreich

Umweltschutzorganisationen und Firmen fordern Energiewende

Die Umweltschutzorganisationen Global 2000, Greenpeace und WWF haben zusammen mit 190 Unternehmen in einem Brief an die Bundesregierung die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens eingefordert. Eine Wirtschaft ohne die Nutzung von Kohle, Gas und Öl (Dekarbonisierung) bis 2050 müsse zentrales Ziel für die Energie- und Klimastrategie sein, so die Teilnehmer am Mittwoch.

Konkret fordern die Unterzeichner in fünf Punkten "tatkräftige Unterstützung aus der Politik": Die kommende Energie- und Klimastrategie müsse einen "klaren Umsetzungsplan" für die Dekarbonisierung bis spätestens 2050 enthalten. Ziel müsse die Senkung des Energieverbrauchs bis 2030 um 30 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent (im Vergleich zu 2005) sein.

Die Treibhausgase müssten dabei bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um mindestens 90 Prozent (im Vergleich zu 1990) sinken. Erneuerbare Energien sollten bis 2030 über 60 Prozent und bis 2050 auf praktisch 100 Prozent steigen. Wirksam werde das nur mit einer verbindlichen politischen Verankerung, einer Operationalisierung und einem Monitoring mit einem jährlichen Fortschrittsbericht.

Letztlich sei die Energie- und Klimastrategie eine Chance, Arbeitsplätze zu schaffen und Konjunkturimpulse zu setzen. In der österreichischen Energie- und Klimastrategie gebe es keine Zielvorgaben für die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Solche Ziele wären aber für die Planungssicherheit der Wirtschaft unerlässlich.

Quelle: APA

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