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UNIQA 2016 mit weniger Gewinn, Dividende steigt

Der börsennotierte Versicherungskonzern UNIQA hat 2016 wie angekündigt weniger Gewinn erzielt und erhöht die Dividende.

Der UNIQA-Tower in Wien.  SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER
Der UNIQA-Tower in Wien.

Das Ergebnis vor Steuern sei nach vorläufigen Zahlen trotz des Verkaufs des Italien-Geschäfts mit 225,5 Mio. Euro leicht besser als prognostiziert ausgefallen, teilte die UNIQA am Donnerstag mit. Die Dividende wird von 47 Cent auf 49 Cent je Aktie angehoben.

Die UNIQA hat für 2016 mit einer EGT-Reduktion von bis zu 50 Prozent gerechnet, der Wegfall des Italien-Geschäfts war in der Prognose nicht berücksichtigt. 2015 hatte das EGT einen Rekordwert erreicht - 397,8 Mio. Euro ohne Italien-Geschäft bzw. 422,8 Mio. Euro (inklusive Italien-Geschäft). Die UNIQA hat Anfang Dezember ihr Italien-Geschäft verkauft, das 2015 1,1 Mrd. Euro an Prämien erzielt und rund 25 Mio. Euro positiv zum Ergebnis beigetragen hatte. Die Konzern-Kennzahlen für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 seien - entsprechend den internationalen Bilanzvorschriften - um das Italiengeschäft bereinigt worden.

Die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile aus der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung sanken - ausschließlich wegen der geplanten Rücknahme des kapitalintensiven Einmalerlagsgeschäfts in der Lebensversicherung in Österreich - um 3,1 Prozent auf 5,05 Mrd. Euro.

Für 2017 erwartet die UNIQA "trotz der erheblichen Zukunftsinvestitionen und der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen wie Niedrigzinsumfeld, sinkenden Kapitalerträgen und politischen Unsicherheiten in einzelnen Märkten ein leichtes Wachstum sowohl bei den Prämien als auch beim Ergebnis", heißt es in der heutigen Mitteilung. Die progressive Dividendenpolitik mit jährlich steigenden Dividenden pro Aktie solle auch künftig fortgesetzt werden.

Bei den Prämieneinnahmen sei 2016 die Rücknahme der Einmalerläge teilweise durch Prämiensteigerungen in der Kranken- und der Schaden/Unfallversicherung kompensiert worden. In der Krankenversicherung wuchsen die Prämieneinnahmen um 4,1 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro, in Schaden/Unfall um 3,2 Prozent auf 2,52 Mrd. Euro. Die laufenden verrechneten Prämien seien 2016 konzernweit um 2,3 Prozent auf 4,88 Mrd. Euro gestiegen.

Die Kosten (Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb) seien wegen der angekündigten Investitionen aus dem Innovationsprogramm in der Höhe von rund 60 Mio. Euro um 8,1 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro gestiegen, die Konzernkostenquote auf 26,6 Prozent (2015: 23,7 Prozent). Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Prämieneinnahmen - lag bei 98,1 Prozent (2015: 97,9 Prozent), bereinigt um die Investitionen bei 97,1 Prozent.

Quelle: APA

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