Österreich

Versicherungen mit Gewinnplus

Beim Gewinn haben die heimischen Versichererer - anders als 2015 - heuer in den ersten drei Quartalen in Summe zum Teil deutliche Zuwächse verbucht. Vor allem wegen der stark rückläufigen Einmalerläge gingen in der Lebensversicherung die Einnahmen aber um 11 Prozent zurück. Das drückte das gesamte Prämienvolumen, obwohl es in den Sparten Schaden/Unfall und Krankenversicherung Zuwächse gab.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am Mittwoch den Bericht zum 3. Quartal der heimischen Versicherungswirtschaft veröffentlicht. In den ersten drei Quartalen 2016 lag das gesamte Prämienvolumen bei 13,03 Mrd. Euro (minus 2,86 Prozent). Mehr als die Hälfte der Prämien kommt aus der Schaden- und Unfallversicherung, wo die Einnahmen um 1,41 Prozent auf 7 Mrd. Euro zunahmen. Zuwächse von 4,73 Prozent auf 1,54 Mrd. Euro gab es in der Krankensparte. Die Prämien aus der Lebensversicherung gingen aber um 10,96 Prozent auf 4,48 Mrd. Euro zurück.

Im dritten Quartal allein lag das gesamte Prämienvolumen um 0,85 Prozent unter Vorjahr. In der Lebens-Sparte waren es um 6,45 Prozent weniger. Die Quartalsprämien in der Lebensversicherung fielen in dritten Quartal mit 1,32 Mrd. Euro sogar auf den tiefsten Stand seit Jahren. Einnahmen-Zuwächse von 1,88 Prozent bzw. 4,51 Prozent gab es im dritten Quartal in der Schaden/Unfall-Sparte und bei den Krankenversicherungsprämien.

In allen Bilanzabteilungen der Assekuranzen - also Schaden/Unfall, Leben und Krankenversicherung - gab es bei den Ertragszahlen (versicherungstechnisches Ergebnis) eine positive Entwicklung, meldete die FMA. Das versicherungstechnische Ergebnis legte heuer von Jänner bis September um 17,9 Prozent auf 549,2 Mio. Euro zu.

Beim Finanzergebnis verbuchte die Branche ein Plus von 5,8 Prozent auf 2,48 Mrd. Euro. Damit stieg das kumulierte Branchen-Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 14,1 Prozent auf 1,25 Mrd. Den größten Beitrag zum EGT (945,6 Mio. Euro) lieferte die Sparte Schaden/Unfall.

Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) beliefen sich Ende September 2016 auf 25,28 Mrd. Euro, ein Zuwachs um fast 3 Prozent zum Vorquartal.

Wie die FMA weiter mitteilte, kann mehr als die Hälfte aller Versicherungsunternehmen zum Stichtag Ende September einen Solvabilitätsgrad gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 von über 200 Prozent vorweisen, verfügte also über doppelt so hohe Eigenmittel als erforderlich. Jedes zweite Versicherungsunternehmen weise sogar einen "Solvabilitätsgrad" über 219,9 Prozent aus.

Quelle: APA

Aufgerufen am 16.11.2018 um 05:00 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/versicherungen-mit-gewinnplus-575152

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