Wirtschaft

Mehr Platz für den Datenschatz von Unternehmen in Salzburg

Wo und wie sensible Daten gespeichert werden, wird immer wichtiger. Der IT-Spezialist Conova bietet mit einem neuen Rechenzentrum in Hallein eine Alternative zu Amazon und Microsoft.

Conova-Geschäftsführer Robert Pumsenberger und Projektleiter Stefan Kaltenbrunner.  SN/andreas kolarik
Conova-Geschäftsführer Robert Pumsenberger und Projektleiter Stefan Kaltenbrunner.

Ein gleichmäßiges Brummen zieht durch den klimatisierten Raum. Mehrere Schluchten schwarzer Schränke reihen sich aneinander: In Hallein hat der Salzburger IT-Spezialist Conova auf 1300 Quadratmetern ein neues Rechenzentrum gebaut. Es bietet Platz für 10.000 Server und mehrere Hundert Petabyte an Daten. Hohe Zäune, 50 Kameras, Personenschleusen und ein Zutrittssystem mit biometrischem Handvenenscan stellen sicher, dass nur hineinkommt, wer hier auch etwas verloren hat.

"Unsere Infrastruktur ist durchaus vergleichbar mit jener internationaler Unternehmen wie Microsoft oder Amazon. Wir können allerdings garantieren, dass die Daten in Österreich bleiben", sagt Conova-Geschäftsführer Robert Pumsenberger. Die Nachfrage der Kunden, die genau wissen wollen, wo ihre Daten sind und wie sie gespeichert werden, steige. "Daten sind für viele Unternehmen das wichtigste Gut. Die Sicherheit der IT-Infrastruktur spielt deshalb eine zentrale Rolle." Mit der neuen Anlage ist Conova der größte Rechenzentrumsbetreiber in der Region. Das Unternehmen mit mehr als 70 Mitarbeitern ist auf Wachstumskurs. Der Bedarf nach sicheren Lösungen steigt in Zeiten, in denen Hacker vermehrt Unternehmen ins Visier nehmen.

In Hallein sind die Daten gleich mehrfach abgesichert. "Wir haben einerseits die physische Sicherheit durch das Gebäude", erklärt Projektleiter Stefan Kaltenbrunner. Versuchten Einbrecher, von außen in das Gebäude zu dringen, würden das Körperschallsensoren in den Wänden sofort registrieren. Ein eigener Notstromgenerator, der ansonsten auf Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz kommt, liefert im Notfall Strom und eine automatische Gaslöschanlage bekämpft Feuer. "Darüber hinaus gibt es natürlich die digitale Sicherheit. Die Daten werden hoch verschlüsselt. Wir bieten darüber hinaus entsprechende Services für die IT-Sicherheit an", erklärt er. Durch bestehende Rechenzentren an mehreren Standorten in der Stadt Salzburg können Daten "georedundant" gespeichert werden. Sprich, es werden Kopien an verschiedenen Orten hinterlegt.

Im Rechenzentrum kann einerseits eigene Hardware in speziell gesicherten Serverschränken untergebracht werden. Das ist in bestimmten Branchen, etwa bei Banken, zwingend vorgeschrieben. So ist die Hello Bank mit Sitz in Salzburg einer der ersten Kunden im Halleiner Serverpark. "Der Trend geht aber in die Richtung, Serverkapazitäten bei uns anzumieten", erklärt Kaltenbrunner. So kann auch kurzfristig die benötigte Menge erhöht werden, etwa wenn ein Händler an einem bestimmten Tag online mehr Kundenandrang erwartet. In die Anlage investierte Conova, das zu gleichen Teilen Tochter der Salzburg AG und der "Salzburger Nachrichten" ist, einen zweistelligen Millionenbetrag.

Quelle: SN

Aufgerufen am 15.10.2019 um 12:25 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/video-mehr-platz-fuer-den-datenschatz-von-unternehmen-in-salzburg-76756369

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