Wirtschaft

Viel Bemühen, aber wenig Lohn

Mehr Platz für Tiere, kein gentechnisch verändertes Futter und Ställe mit viel Licht und Luft - Österreichs Geflügelhalter setzen auf hohe Standards. Doch im Preiskampf haben sie oft das Nachsehen.

Von so viel Platz, wie in diesem heimischen Stall, können Hühner in Deutschland und Italien nur träumen.  SN/zag
Von so viel Platz, wie in diesem heimischen Stall, können Hühner in Deutschland und Italien nur träumen.

Österreichs Mäster von Hühnern und Puten kämpfen mit Vorurteilen und mit der Konkurrenz. Dass sie in Europa neben ihren Schweizer Kollegen zu den Musterschülern in Sachen Geflügelhaltung zählen, werde auf dem Markt zu wenig honoriert, hört man in der Branche. Sie müssten nicht nur gegen die mitunter extremen Dumpingpreise der Konkurrenz aus Polen, Ungarn, Italien und auch Deutschland ankämpfen. Sie hätten auch darunter zu leiden, dass sie immer wieder mit den industriellen Methoden der Massentierhaltung der Geflügelhalter in diesen Ländern in einen Topf geworfen werden. "Ständig erhobene Vorwürfe, dass Geflügel bei künstlichem Licht gehalten wird und die Tiere den Großteil ihres Lebens nur Medizinalfutter bekommen, stimmen bei uns längst nicht mehr", sagt Robert Wieser, Präsident der ZAG, der Dachorganisation der heimischen Geflügelwirtschaft. "In Wahrheit sind wir das beste Geflügelland der Welt, wenn es um Tierhaltung und Tierschutz, um Lebensmittelsicherheit und um Rückverfolgbarkeit geht", versucht er in die Offensive zu kommen.

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