Österreich

voestalpine verbuchte deutlich weniger Gewinn

Der börsennotierte Stahlkonzern voestalpine hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 unter dem Strich deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.

Konzernchef Eder verweist auf "sehr hohe Abschreibungen".  SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Konzernchef Eder verweist auf "sehr hohe Abschreibungen".

Der Gewinn nach Steuern sank um knapp ein Drittel von 508,5 auf 343,9 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie gab von 2,74 auf 1,86 Euro nach - bei einem Umsatz von 8,1 Mrd. Euro (-3,3 Prozent), gab das Unternehmen bekannt.

"Ein Gewinneinbruch sieht anders aus", merkte Konzernchef Wolfgang Eder dazu allerdings an. Damit verweist er vor allem auf "die massive Schwäche des Öl- und Gassektors" und auf "signifikante positive Einmaleffekte im Vorjahr". Doch auch die "gestiegene Abschreibungsbasis, durch die Finalisierung großer Investitionsprojekte" sorgte den Angaben zufolge für einen "markanten Rückgang" des Betriebsergebnisses um 25 Prozent auf 545 Mio. Euro. Der österreichische Stahlriese hatte vergangenen Oktober nach knapp zweieinhalb Jahren Bauzeit ein Roheisenwerk in Texas eröffnet.

Aufgrund des mit dem neuen Werk verbundenen Anstiegs der Abschreibungen (AfA) im dritten Geschäftsquartal habe sich das Betriebsergebnis der Steel Division im Jahresvergleich rückläufig entwickelt, räumte die voestalpine ein. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe sich das Ergebnis des Unternehmensbereiches trotz sinkender Umsatzerlöse leicht verbessert. Andere Konzernbereiche wiederum hätten ihre Ergebnisse "jeweils deutlich steigern können".

Trotz Gewinndefizits und der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump eine Grenzmauer zu Mexiko zu bauen und Strafzölle einzuführen, hält Konzernchef Eder an Investitionsplänen in Mexiko fest: "Wir sehen keinen Anlass, unsere Pläne zu revidieren - wir planen die Investition weiter, die im Lauf dieses Jahres umgesetzt werden soll"

Die Voest investiert derzeit rund 15 Mio. Euro in ein neues Autokomponentenwerk in Mexiko. Der NAFTA-Raum (USA, Kanada, Mexiko) soll von dort künftig verstärkt beliefert werden.

Quelle: APA

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