Österreich

Weiteres Geständnis im Hypo-Prozess zum Fall "Monarola"

Im Hypo-Prozess zum Fall "Monarola" am Landesgericht Klagenfurt hat am Dienstagnachmittag auch der dritte Angeklagte seine Verantwortung von "nicht schuldig" auf "schuldig" geändert. Er fühle sich schuldig, durch sein Handeln, wie Kontoeröffnung und Bargeldbehebungen, im Jahr 2007 dazu beigetragen, dass der Bank ein Schaden von mehr als 300.000 entstanden sei, sagte er.

Zuvor hatte ihn die Vorsitzende des Schöffensenats, Richterin Sabine Roßmann, auf die Geständnisse der Mitangeklagten hingewiesen und ihn dann noch einmal zu seiner Verantwortung und seinem Wissen im Jahr 2007 gefragt.

Weiters sagte der Angeklagte, er habe das Geld, das er ohne Leistungserbringung erhalten habe, der Bank zurückgezahlt. Das waren nach eigenen Angaben 100.000 Euro. In Summe wurden von den drei Angeklagten, Ex-Hypo-Vorstand Josef Kircher und zwei Kärntner Geschäftsleuten 1,4 Mio. Hypo-Geld von einem Liechtensteinischen Hypo-Konto abgehoben, um damit unter anderem Schmiergelder für eine Umwidmung auf der Insel Pag an kroatische Politiker zu zahlen.

Der Kärntner, der sich nun schuldig bekannt hatte, bestritt, die gesamte behobene Summe gekannt zu haben. Er gab aber zu gewusst zu haben, dass die beiden Abhebungen, bei denen er dabei war, rund eine Million Euro ausgemacht hätten. Allerdings hätte er nicht gewusst, wie viel sein Geschäftspartner für sich behalten habe. Aber ihm sei klar gewesen, dass auch dieser mehr als den Aufwandersatz bekommen habe. Er blieb aber dabei, nicht zu wissen, wie das Geld aufgeteilt worden sei und ob auch Kircher etwas bekommen habe.

Sein Geschäftspartner blieb bei der Aussage vom Vortag, dass er, sein Partner und Kircher je 254.000 Euro erhalten haben. Zu den Anschuldigungen Kirchers, der jede Verantwortung ihm zugeschoben hatte, sagte er: "Schlimm. Ich finde nicht die passenden Worte dazu."

Staatsanwalt und Verteidiger verzichteten auf die Einvernahme von Zeugen, die Hauptverhandlung wurde auf Donnerstag vertagt. Mit einem Urteil ist zu rechnen.

Quelle: APA

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