Wirtschaft

Wiener Gästenächtigungen 2020 um 74 Prozent eingebrochen

Es ist coronabedingt nicht anders zu erwarten gewesen, nun haben wir es schwarz auf weiß: Die Wiener Stadthotellerie hat 2020 ein Nächtigungsminus von 73,9 Prozent eingefahren, wie der Wien-Tourismus am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Insgesamt wurden 4,6 Millionen Urlaubernächtigungen gezählt. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019 waren es 17,6 Millionen gewesen.

Coronakrise setzt Tourismus ordentlich zu SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Coronakrise setzt Tourismus ordentlich zu

Betrachtet man das vergangene Jahr genauer, so fing es eigentlich erfreulich an: Im Jänner und im Februar - also noch vor Corona - gab es starke Zuwächse, jedoch in sämtlichen anderen Monaten kam es zu Rückgänge im hohen zweistelligen Prozentbereich. So auch im Dezember - in normalen Jahren eigentlich ein starker Monat für die Branche. Es wurden nur 76.000 Nächtigungen gebucht, was im Jahresabstand einem Minus von 95,6 Prozent gleichkommt.

Mit ein Grund dafür ist, dass die Hotels seit November erneut coronabedingt geschlossen halten müssen - es herrscht aktuell ein behördlich verfügtes Betretungsverbot. Ausgenommen davon sind Geschäftsreisende.

2020 zählten die Wiener Beherbergungsbetriebe 4,590.000 Nächtigungen. Die Hälfte davon stammte von Touristen aus zwei Ländern - Österreich (1,278.000, im Vergleich zu 2019 ein Minus von 58 Prozent) und Deutschland (1,002.000, minus 70 Prozent). Mit einigem Abstand folgten in der Statistik Italien (188.000, minus 78 Prozent), Großbritannien (139.000, minus 81 Prozent), Frankreich (127.000, minus 75 Prozent) oder die USA (123.000, minus 88 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2020 verzeichnete die Bundeshauptstadt - die, wie der Wien-Tourismus anmerkte, in guten Zeiten über das Jahr die höchste Auslastung aller Bundesländer aufweise - eine Bettenauslastung von lediglich 22,3 Prozent (2019: 61,9 Prozent) sowie eine Zimmerauslastung von nur rund 29 Prozent (2019: rund 80 Prozent).

Die Nettonächtigungsumsätze der Hotellerie für die Monate Jänner bis November betrugen 231,5 Mio. Euro. Das bedeutet einen Einbruch von 74,4 Prozent. Für den Monat Dezember lagen diesbezüglich noch keine Zahlen vor.

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