Wirtschaft

Wirecard: Wiener Anwalt brachte 15-Mio.-Forderungen ein

Im Skandal um den zusammengebrochenen deutschen Zahlungsabwickler Wirecard haben auch zahlreiche Österreicher Aktienverluste erlitten. Ein Wiener Anwalt hat nun für 275 Betroffene im Konkursverfahren der Wirecard AG Forderungen in Höhe von rund 15 Mio. Euro angemeldet. "Vom Kleinanleger bis zu österreichischen institutionellen Investoren ist alles dabei", so der Rechtsvertreter Eric Breiteneder am Dienstag zur APA. Er ist am Montag selbst zum Amtsgericht München gefahren.

Der Durchschnitt der Forderungsanmeldungen liegt bei rund 50.000 Euro SN/APA (dpa/Archiv)/Peter Kneffel
Der Durchschnitt der Forderungsanmeldungen liegt bei rund 50.000 Euro

"Mit im Gepäck ein negativer Coronatest, um das bayrische Embargo zu überwinden, und 275 Forderungsanmeldungen in zweifacher Ausfertigung samt detaillierter Schaden- und Zinsberechnung und den jeweiligen Transaktionsbestätigungen", so der Anwalt. Es hätten sich mehr Betroffene beim ihm gemeldet als erwartet. "Durch die zuletzt bekannt gewordenen Verkäufe von Vermögensbestandteilen der Masse dürfen sich Geschädigte auch eine entsprechende Quote erwarten."

Der Durchschnitt der Forderungsanmeldungen liege bei rund 50.000 Euro. Seine Kanzlei habe sehr konservativ, nur den reinen Verlust angemeldet. "Insgesamt repräsentiert unsere Gruppe ein Investitionsvolumen von rund 50 Mio. Euro", so Breiteneder. Bis Dienstag hätten sich 909 geschädigte Personen und Firmen auf der Website https">www.wirecardclaims.at/">https://www.wirecardclaims.at/ registriert. Die Gläubigerversammlung in München ist für den 18. November anberaumt.

Quelle: APA

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