Österreich

Wirtschaft fürchtet wegen Verstimmung Nachteile in Türkei

Österreichische Unternehmen fürchten aufgrund der politischen Spannungen zischen Österreich und der Türkei eine Benachteiligung bei Ausschreibungen und Geschäftskontakten im Land am Bosporus. Der gescheiterte Putsch vom 15. Juli habe hingegen nur "eine Schrecksekunde ausgelöst und kurzfristig zu Einbrüchen bei Bestellungen geführt", werde sich aber nicht langfristig auswirken.

Wirtschaft fürchtet wegen Verstimmung Nachteile in Türkei SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Die diplomatische Verstimmung könnte Auswirkungen haben.

Wegen dem "rauen Ton auf politischer und medialer Ebene" zwischen den beiden Ländern und einer weiter angespannten Lage könnte es dazu kommen, dass österreichische Anbieter bei öffentlichen Ausschreibungen benachteiligt werden, schreibt der österreichische Handelsdelegierte in Istanbul, Georg Karabaczek, nach einem Workshop mit österreichischen Unternehmen. Auch könnten sich türkische Geschäftspartner bei vergleichbaren Produkten aus verschiedenen Ländern gegen das Herkunftsland Österreich entscheiden. "Erste entsprechende Fälle wurden bereits von den Workshopteilnehmern genannt", heißt es in der Aussendung vom Montag.

"Es müssen daher möglichst rasch von beiden Seiten Schritte zur Deeskalation unternommen werden", wünscht sich Karabaczek. Von Unternehmensseite sei auch "der Wunsch geäußert worden, dass hochrangige Vertreter aus der Politik und Wirtschaft in die Türkei kommen sollten, um sich in persönlichen Gesprächen vor Ort ein Bild zu machen und um gemeinsam mit türkischen Repräsentanten die Wogen wieder zu glätten".

Quelle: APA

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