Österreich

Wirtschaft kommt laut OeNB nicht in Schwung

Weil die vom Export erhofften Konjunkturimpulse bisher ausbleiben, kommt das Wirtschaftswachstum auch in der zweiten Jahreshälfte nicht in Schwung.

Wirtschaft kommt laut OeNB nicht in Schwung SN/APA (Archiv/Teske)/CHRISTIAN TES
Prognose basiert auf Lkw-Fahrleistungsdaten.

Die Wirtschaftsleistung dürfte im Gesamtjahr 2014 nur um 0,8 Prozent wachsen. Das geht aus dem Konjunkturindikator der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervor, der auf Lkw-Fahrleistungsdaten der Asfinag basiert.

Die Güterexporte dürften gemäß OeNB-Exportindikator im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr stagniert haben und im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 sogar zurückgegangen sein. Der OeNB-Konjunkturindikator vom Oktober signalisiert daher ein Wachstum der österreichischen Wirtschaft im dritten und vierten Quartal 2014 um nur 0,1 Prozent bzw. 0,2 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorquartal.

Als Ursachen nennt die Nationalbank die anhaltende Konjunkturschwäche im Euroraum und den Russland-Ukraine-Konflikt. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die nominellen Güterexporte Österreichs kumuliert nur um 1,2 Prozent zugenommen. Die Güterexporte nach Russland seien in den ersten sieben Monaten des Jahres um über 250 Mio. Euro oder 12 Prozent geschrumpft - das entspricht 0,4 Prozent des gesamten österreichischen Güterexportvolumens. Auch Vorlaufindikatoren wie Exportaufträge und Luftfrachtvolumina würden derzeit kein Anspringen der Exportkonjunktur bis zum Jahresende 2014 erwarten lassen, heißt es in der Erläuterung.

Zudem würden viele Unternehmen ihre Investitionsvorhaben aufschieben - lediglich von den Wohnbauinvestitionen, die von steigenden Immobilienpreisen und zusätzlichem Wohnbedarf stimuliert würden, gingen Wachstumsimpulse aus. Vom privaten Konsum werden trotz einer aufgrund rückläufiger Inflationsraten leicht steigenden realen Kaufkraft und einer derzeit stabilen Beschäftigungssituation keine Impulse erwartet. Ende August hatte die OeNB ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr bereits um 0,7 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

Quelle: APA

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