Österreich

Wo sind die Fachkräfte, wo sind sie geblieben?

Unternehmen verlieren Umsätze, weil sie weder Lehrlinge noch Fachkräfte finden. "Wir wären heute um jede Polen-Partie froh", ist zu hören. Doch die sind längst woanders. Und im eigenen Land dominieren falsche Bilder in den Köpfen.

Wo sind die Fachkräfte, wo sind sie geblieben? SN/fiegl
Die Fachkräfte-Ausbildung ist vielseitig wie nie und bietet Mädchen wie Burschen gute Chancen. Nur zu wenige wissen das.

Stellen Sie sich vor: Es gibt gut bezahlte und qualitativ anspruchsvolle Arbeit, nur keiner macht sie. "Chaos, einfach Chaos", so nennt es Gerhard Niederbrucker, Niederlassungsleiter für Elektrotechnik bei fiegl+spielberger in Salzburg. Und damit meint er, dass das Unternehmen händeringend Fachkräfte und Lehrlinge sucht. Das größte Elektrotechnikunternehmen Westösterreichs mit der Zen trale in Innsbruck muss wie viele andere Betriebe in Österreich derzeit auf Umsätze verzichten, weil Personal fehlt: Elektrotechniker, Prozessleitungstechniker, Schlosser, Servicetechniker, Monteure. Bernhard Bachofner, Gesamtvertriebsleiter bei fiegl+spielberger, macht es konkret: "Wir sollten ein Projekt für 100 neue Filialen einer Handelskette in Süddeutschland machen, können wir aber nicht, weil wir nicht genug Leute haben."

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