Wirtschaft

Zahl der Arbeitslosen sank im September um 3 Prozent

Die Arbeitslosenrate in Österreich ging im Jahresabstand um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zurück. IHS-Experte erwartet Trendwende, aber erst Anfang 2020.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich sinkt langsamer, aber sie sinkt. SN/apa
Die Arbeitslosigkeit in Österreich sinkt langsamer, aber sie sinkt.

Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich ist auch im September weiter gesunken. Allerdings ist der Rückgang mit minus drei Prozent oder 10.457 Personen auf 334.464 Jobsuchende (gegenüber dem September 2018) geringer ausgefallen als in den Monaten zuvor, geht aus den Zahlen hervor, die das Sozialministerium am Dienstag veröffentlichte.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag heuer im September bei 6,7 Prozent, das sind um 0,2 Prozentpunkte weniger als im September 2018.

Der Trend setze sich fort, die abnehmende Dynamik verlaufe parallel zur Abschwächung der Konjunktur, sagt Experte Helmut Hofer vom Institut für Höhere Studien (IHS). Er geht jetzt von einer weiteren Verlangsamung der Abnahme aus. "Es ist zu befürchten, dass die Entwicklung bald umschlägt", sagt Hofer. Das werde aber voraussichtlich erst im nächsten Jahr der Fall sein.

Beim Arbeitsmarktservice (AMS) waren per Ende September 272.098 Personen als arbeitslos vorgemerkt, das waren um 2,8 Prozent oder 7801 Personen weniger als im September des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitssuchenden, die an AMS-Schulungen teilnahmen, ging in diesem Zeitraum um 4,1 Prozent oder 2656 Personen auf 62.366 zurück. Damit hält der Abwärtstrend bei den Arbeitslosenzahlen in Österreich ununterbrochen seit dem Frühjahr 2017 an - trotz der jüngsten Eintrübung der Konjunktur.

Obwohl sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit einiger Zeit von Monat zu Monat verlangsamt, "kann von einer negativen Trendwende jedoch noch keineswegs gesprochen werden", hält AMS-Vorstand Johannes Kopf fest. Noch immer würden zahlreiche Unternehmen intensiv nach Personal suchen, dies zeigten 82.440 offene Stellen. Das entspricht einem Plus von 2866 Stellen oder 3,6 Prozent deutlich.

Allerdings nimmt auch die Arbeitslosigkeit von Personen über 50 Jahre wieder zu, während es auf der anderen Seite des Arbeitsmarkts per Ende September mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende gab.

Mit Ausnahme Vorarlbergs - mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent - ging die Zahl der Arbeitslosen (plus Schulungsteilnehmer) in allen Bundesländern zurück. Am stärksten fiel der Rückgang mit -7,6 Prozent in Salzburg aus, gefolgt von Tirol (-5,2 Prozent), Wien (-3,8 Prozent) und Niederösterreich (-2,7 Prozent).

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