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Abgas-Skandal drückt Gewinnkraft des VW-Konzerns

Die Abgas-Affäre kostet Europas größten Autobauer Volkswagen auch im ersten Halbjahr 2016 Gewinnkraft. Unterm Strich sackte das Konzernergebnis aus den ersten sechs Monaten um 38 Prozent ab auf 3,461 Mrd. Euro. Das teilte VW am Donnerstag mit. Vor allem als Puffer für juristische Risiken aus dem Skandal um Diesel-Manipulationen musste Volkswagen 2,2 Mrd. Euro aus seinen Gewinnen herausrechnen.

Abgas-Skandal drückt Gewinnkraft des VW-Konzerns SN/APA (AFP)/JOHN MACDOUGALL
Gute und schlechte Nachrichten für VW.

Verlass ist indes weiter auf den wichtigsten Markt China: Anteilig aus den Gemeinschaftsunternehmen dort verbuchte Volkswagen per Juni 2,37 Mrd. Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit). Allerdings: Mitte 2015 waren dort noch rund 2,74 Mrd. Euro zusammengekommen.

Volkswagen hat allerdings den japanischen Rivalen Toyota beim Absatz im ersten Halbjahr auf den zweiten Platz verwiesen. Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Jänner und Juni global 4,99 Millionen Autos, wie Toyota am Donnerstag bekannt gab. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent.

VW hatte im gleichen Zeitraum trotz der Abgas-Affäre 5,12 Millionen verkauft und damit 1,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2015. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor.

Quelle: Apa/Dpa

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