Wirtschaft

Alitalia: Italien will 3 Mrd. Euro zum Neustart zuschießen

Vor der im Juni geplanten Verstaatlichung will Italien der Fluggesellschaft Alitalia noch 3 Mrd. Euro frisches Kapital zuschießen. Dieser Betrag soll als Startkapital für die neue Gesellschaft unter staatlicher Kontrolle dienen, die die Alitalia übernehmen wird, sagte Industrieminister Stefano Patuanelli in einer Fragestunde im Senat am Donnerstag.

Der Minister kündigte zudem an, dass sich die Fluggesellschaft stark auf Langstrecken konzentrieren werde, auch mit neuen transatlantischen Allianzen. Die neue Alitalia werde nach Ende der Coronavirus-Epidemie versuchen, sich neue Märkte zu erschließen. Die Regierung werde ihr Bestes tun, um das derzeitige Beschäftigungsniveau zu sichern.

Die Coronavirus-Krise belastet die Alitalia stark. 6.828 der circa 11.000 Mitarbeiter sind auf Kurzarbeit, davon 5.653 infolge der Coronakrise. Die Gewerkschaften sollen weiterhin eine starke Rolle bei der neuen Alitalia spielen. So sollen Vertreter der Arbeitnehmerverbände in den Aufsichtsrat der neuen Airline einziehen.

Die krisengeschüttelte Alitalia, für die die italienische Regierung mehr als zwei Jahre lang Käufer gesucht hat, ist von der Coronavirus-Krise schwer betroffen. Im Rahmen des milliardenschweren Hilfspakets für die Wirtschaft, das von der Regierung in Rom kürzlich verabschiedet wurde, ist die Einrichtung eines mit 600 Mio. Euro dotierten Fonds zur Unterstützung der schwer belasteten Luftfahrtbranche vorgesehen.

Quelle: APA

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