Wirtschaft

Alitalia muss wegen Streik in Italien 350 Flüge streichen

Wegen eines 24-stündigen Arbeitsausstands des Personals der Fluggesellschaften ist kommenden Dienstag mit erheblichen Problemen in der italienischen Luftfahrtbranche zu rechnen. Die italienische Airline Alitalia muss 350 Flüge streichen, teilte sie am Samstag mit. Der von den Gewerkschaften ausgerufene Streik richtet sich gegen die Krise, die neben Alitalia auch Air Italy gefährdet.

Bei Alitalia ist mit erheblichen Problemen zu rechnen SN/APA (AFP/Archiv)/ALBERTO PIZZOLI
Bei Alitalia ist mit erheblichen Problemen zu rechnen

Dabei handelt es sich um den dritten Streik in der italienischen Luftfahrtbranche seit dem vergangenen Juli. 1.450 Mitarbeitern von Air Italy, der regionalen Fluggesellschaft, droht wegen der vor zwei Wochen beschlossenen Auflösung der Fluggesellschaft der Jobverlust. Geprüft wird die Möglichkeit des Verkaufs von Firmen-Assets. Branchenexperten führen die Pleite unter anderem auf die Konkurrenz durch Billigflieger sowie die staatlich gestützte Alitalia zurück.

Die auf Sardinien-Flüge spezialisierte Air Italy, die früher Meridiana hieß, gehört zu 51 Prozent einer Firma des Multimilliardärs Aga Khan, die übrigen 49 Prozent hält seit 2017 Qatar Airways. Air Italy flog bei einem Umsatz von 330 Millionen Euro 2019 einen Verlust von 230 Millionen Euro ein.

Die Liquidation von Air Italy, die bisher unter anderem Flugverbindungen zwischen Sardinien und dem italienischen Festland durchführte, ist eine Hiobsbotschaft für die Regierung in Rom. Diese kämpft bereits seit Monaten um die Rettung der krisengeschüttelten Alitalia. Der im Dezember ernannte Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft, der Anwalt Giuseppe Leogrande, arbeitet an einer neuen Ausschreibung für den Verkauf der Airline.

Quelle: APA

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