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Alitalia-Streik: 60 Prozent der Donnerstag-Flüge storniert

Die Gewerkschaften haben einen 24-stündigen Streik des Personals der italienischen Fluggesellschaft Alitalia am Donnerstag bestätigt. Die Fluggesellschaft musste 60 Prozent der geplanten Flüge streichen. Für 90 Prozent der betroffenen Passagiere seien bereits alternative Flüge angeboten worden, berichtete die Airline am Mittwoch.

Protest gegen den geplanten neuen Arbeitsvertrag.  SN/APA (AFP)/ANDREAS SOLARO
Protest gegen den geplanten neuen Arbeitsvertrag.

Mit dem Streik protestiert die Belegschaft gegen das Alitalia-Management wegen dessen als "unannehmbar" bezeichneten Forderungen für den neuen Arbeitsvertrag. Alitalia wolle Gehaltskürzungen bei den Piloten von bis zu 20 Prozent durchsetzen. Das Management verlange auch, dass das Personal mehr Urlaub in Jahreszeiten mit weniger Flugverkehr nimmt. Gehaltserhöhungen sollen nicht mehr jährlich, sondern nur alle fünf Jahre erfolgen.

Die Gewerkschaften bemängelten, dass Alitalia immer noch keinen Rettungsplan für die Airline vorgelegt habe. Alitalia-CEO Cramer Ball arbeitet schon seit Monaten an einem Rettungsplan, der Spekulationen zufolge die Streichung von bis zu 2.000 Jobs zur Eindämmung der Personalkosten vorsieht. Dabei soll vor allem beim Bodenpersonal der Rotstift angesetzt werden.

Es handelt sich um die dritte große Umstrukturierung bei der Airline nach 2008 und 2014. Alitalia will ihre Verluste in Höhe von einer Million Euro pro Tag eindämmen und den Neubeginn schaffen. Indiskretionen zufolge sollen die Verluste Alitalias im Jahr 2016 600 Mio. Euro betragen haben.

Quelle: APA

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