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Alitalia will 100 Piloten an andere Etihad-Fluglinien leihen

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia will 100 Piloten und 250 Crewmitglieder, die im Zuge einer Verkleinerung der Flotte überflüssig wären, an andere Fluggesellschaften unter Kontrolle von Alitalias Mutterkonzern Etihad "leihen". Damit sollen die Personalkosten reduziert werden, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".

Air Seychelles und Air Serbia sind die zum Etihad-Imperium gehörende Airlines, bei denen die Alitalia-Piloten eingesetzt werden könnten, berichtete das Blatt. Der Aufsichtsrat der italienischen Fluggesellschaft traf am Donnerstag die Gewerkschaften, um über die Kürzung von 1.400 Jobs zu diskutieren. Alitalia beschäftigt derzeit 12.000 Personen. Außerdem ist der Verkauf von circa 20 Flugzeugen des Typs Airbus A330 und Boeing 777 geplant.

Das Alitalia-Management um den seit März amtierenden CEO Cramer Ball muss auch entscheiden, ob Alitalia weiterhin Mitglied des internationalen Airline-Bündnisses Sky Team mit Air France-KLM und Delta bleiben wird. Die Partnerschaft läuft am 13. Jänner aus und muss neu diskutiert werden. Nicht ausgeschlossen wird, dass Alitalia dem Star Alliance-Team um die AUA-Mutter Lufthansa beitreten könnte.

CEO Ball kämpft um die Vermeidung einer Kapitalaufstockung, mit der vor allem die italienischen Aktionäre der Airline nicht einverstanden sind, wie das Blatt berichtete. Bis Ende 2016 rechnet Alitalia mit Verlusten in Höhe von 400 Mio. Euro. Ende 2015 betrug die Verschuldung 903 Mio. Euro.

Quelle: APA

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