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Arbeitslosenquote in EU: Österreich weiter auf Platz neun

Die Arbeitslosigkeit in der EU ist im September leicht von 8,6 Prozent im August auf 8,5 Prozent gesunken. Auch die Eurozone konnte sich von 10,1 auf 10,0 Prozent geringfügig verbessern. Österreichs Arbeitslosenquote stieg dagegen weiter von 6,2 auf 6,3 Prozent an. Die Alpenrepublik belegt damit wie im August nur den neunten Rang unter den 28 EU-Staaten - gemeinsam mit Dänemark und Luxemburg.

Arbeitslosenquote in EU: Österreich weiter auf Platz neun SN/APA/HANS KLAUS TECHT
Österreichs Arbeitslosenquote stieg von 6,2 auf 6,3 Prozent an.

Im Juli hatte Österreich noch Platz sechs belegt. Vor einigen Jahren noch hatte Österreich monatelang die Bestenliste mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der EU angeführt.

Die niedrigste Rate im September weist Tschechien mit 4,0 Prozent auf. Dann folgen Deutschland (4,1 Prozent), Malta (4,7 Prozent), Großbritannien (4,9 Prozent), Ungarn (5,0 Prozent), Niederlande und Polen (je 5,7 Prozent) sowie Rumänien (5,9 Prozent).

Hinter Österreich, Luxemburg und Dänemark rangieren Schweden (6,9 Prozent), Bulgarien (7,5 Prozent), Estland (7,6 Prozent), Slowenien (7,7 Prozent), Irland (7,9 Prozent), Belgien (8,0 Prozent), Litauen (8,4 Prozent), Finnland (8,6 Prozent), Lettland (9,2 Prozent), Slowakei (9,4 Prozent), Frankreich (10,2 Prozent), Portugal (10,8 Prozent), Italien (11,7 Prozent), Zypern (12,0 Prozent), Kroatien (12,6 Prozent), Spanien (19,3 Prozent) und Griechenland (23,2 Prozent).

Im Jahresabstand - September 2015 zu September 2016 - fiel die Arbeitslosenrate in 24 EU-Ländern. Gestiegen ist sie nur in drei Staaten - Estland (von 5,4 auf 7,6 Prozent), Österreich (von 5,7 auf 6,3 Prozent) und Dänemark (von 6,0 auf 6,3 Prozent). Österreich weist damit im Jahresvergleich den zweithöchsten Anstieg der Arbeitslosenquote auf.

Insgesamt waren im September des Jahres 20,789 Millionen Menschen arbeitslos, davon 16,181 Millionen im Euroraum. Gegenüber August ging die Zahl der Arbeitslosen in der EU um 150.000 zurück, im Euroraum nahm sie um 101.000 ab.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit gab es sowohl in der EU als auch in der Währungsunion eine neuerliche leichte Entspannung. In der EU ging die Rate von 18,5 Prozent im August auf 18,2 Prozent im September zurück, in der Eurozone sank sie von 20,6 auf 20,3 Prozent. Österreich musste bei der Jugendarbeitslosigkeit eine Verschlechterung gegenüber August von 11,3 auf 11,7 Prozent hinnehmen und rangiert damit auf Rang fünf hinter Deutschland (6,8 Prozent), Malta und Tschechien (je 9,8 Prozent) sowie den Niederlanden (10,5 Prozent). Die höchsten Jugendarbeitslosenquoten gibt es weiterhin in Griechenland (42,7 Prozent - allerdings handelt es sich um die letzten verfügbaren Juli-Daten) und Spanien (42,6 Prozent). Beide Euro-Länder konnten sich trotzdem in den letzten Jahren deutlich verbessern. Damals lag die Rate für die Jugendlichen bei über 50 Prozent.

Quelle: APA

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